Anleger überlegen, ob sie ihr Geld lieber aus dem Euroraum schaffen. Mehr Sicherheit gewinnen sie dadurch aber nicht. Die Währungen von Ländern wie Australien sind beliebt. Werden ihre Rohstoffe nachgefragt, gibt das auch den Währungen einen Schub.
Kauf aufgrund von Euro-Angst
Aus Angst vor einem Zerfall des Euro denken viele Anleger über den Kauf von Fremdwährungsanleihen nach. Sie glauben, dass ihr Geld dann in Sicherheit ist. Das ist ein Irrtum. Währungsinvestments sind riskant.
Auf die Wechselkurse kommt es an
Die Tabelle unten zeigt die Entwicklungen der Wechselkurse. Steht ein Minuszeichen vor der Zahl, heißt das, dass der Euro gegenüber dieser Währung an Wert verloren hat. Mit diesen Währungen konnten Anleger in den vergangenen zwölf Monaten also bis zu zweistellige Gewinne einfahren. Mit Schweizer Franken, brasilianischen Real und südafrikanischen Rand dagegen gab es Verluste.
Beispiel Schweizer Franken
Das Beispiel des Schweizer Franken zeigt, wie unberechenbar Währungen sind. Seit Ausbruch der Finanzkrise befand sich der Franken im Aufwärtstrend – ehe die Schweizer Notenbank dem ein Ende setzte. Seither pendelt der Kurs um 1,20 Franken je Euro.
Zinsen gleich Währungsverluste nicht sicher aus
Anleger lassen sich auch gern von höheren Zinsen für Auslandsanleihen locken. Währungsverluste können hohe Zinsen jedoch auffressen. Zum Beispiel beträgt die Rendite langfristiger südafrikanischer Staatsanleihen rund 7 Prozent. Wenn sich die Währung weiter so entwickelt wie seit Ende Juli 2011, bleibt wenig übrig: Der Rand hat gegenüber dem Euro in dieser Zeit 5 Prozent verloren.
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