26.11.2012

Espresso­maschinen: Gute Voll­automaten ab 400 Euro

Espressomaschinen Test

In der Espressobar zaubert der Barista kleine Motive auf die Cappuccino-Haube aus aufgeschäumter Milch. Latte-Art heißt die Kunst. Weniger kunst­voll geht es zuhause zu. Hier soll eine Maschine für italienisches Flair sorgen. Am bequemsten ist ein Voll­automat, der Kaffee­wünsche auf Knopf­druck erfüllt. Die Experten der Stiftung Warentest haben 14 Espresso­maschinen ausprobiert. Welche machen dem Barista Konkurrenz?

Espressomaschinen 12/2012 - Mit Cappuccino - Automatik (Milchschäumen inklusive)

  • Bosch VeroCafe LattePro
  • De´Longhi Primadonna S ECAM 26.455.MB
  • Jura ENA Micro 9 One Touch
  • Krups Automatic Espresso EA9000
  • Melitta Caffeo CI
  • Nivona NICR 830
  • Philips Saeco Exprelia HD8854/01
  • Siemens EQ.5 macchiato Plus
  • W.I.K. 9757T.1

Espressomaschinen 12/2012 - Ohne Cappuccino - Automatik (Milchaufschäumen separat)

  • Bosch VeroCafe Latte
  • De´Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B
  • Jura Impressa C5
  • Philips Saeco Intelia Focus HD8751/11
  • Siemens EQ.5 macchiato

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Test Espresso­maschinen test 12/2012
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14 Kaffee­voll­automaten im Test

Espresso und Milch­schaum verkosten, stunden­lang Kaffee brühen und viele tausend Hand­griffe: Das Prüf­programm für die 14 Kaffee­voll­automaten ist straff. Am Schluss das test-Qualitäts­urteil: Acht Maschinen schneiden gut ab, sechs sind befriedigend. Guten Espresso brühen fast alle; auch der Milch­schaum gelingt. Lediglich bei drei Modellen stellten die Verkoster kleine Abweichungen fest. Zum Beispiel mundet der Muntermacher aus der Jura Impressa etwas lasch – jedenfalls in der Werks­einstellung. So kommen die Geräte in die Geschäfte. Gut, dass der Benutzer den Mahl­grad der Bohne, die Temperatur sowie die Kaffee- und Wasser­menge verändern kann. Wie das geht, steht in der Gebrauchs­anleitung.

Cappuccino und Latte macchiato auf Knopf­druck

Der schnellste Weg zum Cappuccino führt über einen Tasten­druck. One Touch heißt es bei vielen Voll­automaten. Ein Druck auf die Taste und schon schäumt die Milch in der Tasse und der Espresso fließt auto­matisch oben­drauf. Neun Voll­automaten im Test haben eine solche One-touch-Funk­tion. Kosten­punkt für die bequeme Kaffee­zubereitung: rund 715 bis 1 160 Euro. Schön für Paare: Fast alle Geräte bereiten auf Wunsch auch zwei Tassen gleich­zeitig zu.

Einfache Voll­automaten ab 310 Euro

Fünf Geräte schäumen die Milch separat. Hier liegt ein Gerät von Bosch und ein baugleiches Siemens-Modell vorn. Milch­aufschaum kommt auto­matisch über einen Schlauch aus dem Milchkarton beziehungs­weise aus einem mitgelieferten Milchcontainer. Schön: Gute und mittel­mäßige Geräte gibt es hier bereits ab 310 Euro. Allerdings schäumen die billigsten dieser Geräte die Milch mit einer klassischer Dampf­düse. Der Nachteil dabei: Es ist für den Kaffee­fan nicht leicht, die Milch durch ziehende und rollende Bewegungen schön cremig und feinporig hinzubekommen.

Voll­automaten brauchen Pflege

Täglich fallen viele Hand­griffe an: Wasser­tank füllen, Bohnen ersetzen, Kaffee­kuchen aus dem Tresterbehälter kippen, Milchdüse spülen. Daneben fordern die Geräte regel­mäßige Wartungs­arbeiten ein – wie Entkalken, Brüh­einheit reinigen, Milchbehälter auseinander­nehmen. Vieles läuft auto­matisch ab, doch der Benutzer braucht Zeit und Geld für Entkalkungs- und Reinigungs­mittel. Voll­automaten brauchen Pflege. Wer sie vernach­lässigt, riskiert auf Dauer Ausfälle der Maschine und Schimmel im Innenleben. Immerhin: Im Dauer­test zeigten sich fast alle Maschinen erstaunlich zuver­lässig. Nur die Primadonna S von De’Longhi fiel vorzeitig aus. Erst als die Prüfer ihr mehr Ruhe­pausen gönnten, hielt sie durch. Auch in der elektrischen Sicherheit schwächelt die Primadonna, ebenso die Jura Impressa C5. Die Sicherheit ist in beiden Fällen nur ausreichend.

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