In der Espressobar zaubert der Barista kleine Motive auf die Cappuccino-Haube aus aufgeschäumter Milch. Latte-Art heißt die Kunst. Weniger kunstvoll geht es zuhause zu. Hier soll eine Maschine für italienisches Flair sorgen. Am bequemsten ist ein Vollautomat, der Kaffeewünsche auf Knopfdruck erfüllt. Die Experten der Stiftung Warentest haben 14 Espressomaschinen ausprobiert. Welche machen dem Barista Konkurrenz?
Espressomaschinen 12/2012 - Mit Cappuccino - Automatik (Milchschäumen inklusive)
- Bosch VeroCafe LattePro
- De´Longhi Primadonna S ECAM 26.455.MB
- Jura ENA Micro 9 One Touch
- Krups Automatic Espresso EA9000
- Melitta Caffeo CI
- Nivona NICR 830
- Philips Saeco Exprelia HD8854/01
- Siemens EQ.5 macchiato Plus
- W.I.K. 9757T.1
Espressomaschinen 12/2012 - Ohne Cappuccino - Automatik (Milchaufschäumen separat)
- Bosch VeroCafe Latte
- De´Longhi Magnifica S ECAM 22.110.B
- Jura Impressa C5
- Philips Saeco Intelia Focus HD8751/11
- Siemens EQ.5 macchiato
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14 Kaffeevollautomaten im Test
Espresso und Milchschaum verkosten, stundenlang Kaffee brühen und viele tausend Handgriffe: Das Prüfprogramm für die 14 Kaffeevollautomaten ist straff. Am Schluss das test-Qualitätsurteil: Acht Maschinen schneiden gut ab, sechs sind befriedigend. Guten Espresso brühen fast alle; auch der Milchschaum gelingt. Lediglich bei drei Modellen stellten die Verkoster kleine Abweichungen fest. Zum Beispiel mundet der Muntermacher aus der Jura Impressa etwas lasch – jedenfalls in der Werkseinstellung. So kommen die Geräte in die Geschäfte. Gut, dass der Benutzer den Mahlgrad der Bohne, die Temperatur sowie die Kaffee- und Wassermenge verändern kann. Wie das geht, steht in der Gebrauchsanleitung.
Cappuccino und Latte macchiato auf Knopfdruck
Der schnellste Weg zum Cappuccino führt über einen Tastendruck. One Touch heißt es bei vielen Vollautomaten. Ein Druck auf die Taste und schon schäumt die Milch in der Tasse und der Espresso fließt automatisch obendrauf. Neun Vollautomaten im Test haben eine solche One-touch-Funktion. Kostenpunkt für die bequeme Kaffeezubereitung: rund 715 bis 1 160 Euro. Schön für Paare: Fast alle Geräte bereiten auf Wunsch auch zwei Tassen gleichzeitig zu.
Einfache Vollautomaten ab 310 Euro
Fünf Geräte schäumen die Milch separat. Hier liegt ein Gerät von Bosch und ein baugleiches Siemens-Modell vorn. Milchaufschaum kommt automatisch über einen Schlauch aus dem Milchkarton beziehungsweise aus einem mitgelieferten Milchcontainer. Schön: Gute und mittelmäßige Geräte gibt es hier bereits ab 310 Euro. Allerdings schäumen die billigsten dieser Geräte die Milch mit einer klassischer Dampfdüse. Der Nachteil dabei: Es ist für den Kaffeefan nicht leicht, die Milch durch ziehende und rollende Bewegungen schön cremig und feinporig hinzubekommen.
Vollautomaten brauchen Pflege
Täglich fallen viele Handgriffe an: Wassertank füllen, Bohnen ersetzen, Kaffeekuchen aus dem Tresterbehälter kippen, Milchdüse spülen. Daneben fordern die Geräte regelmäßige Wartungsarbeiten ein – wie Entkalken, Brüheinheit reinigen, Milchbehälter auseinandernehmen. Vieles läuft automatisch ab, doch der Benutzer braucht Zeit und Geld für Entkalkungs- und Reinigungsmittel. Vollautomaten brauchen Pflege. Wer sie vernachlässigt, riskiert auf Dauer Ausfälle der Maschine und Schimmel im Innenleben. Immerhin: Im Dauertest zeigten sich fast alle Maschinen erstaunlich zuverlässig. Nur die Primadonna S von De’Longhi fiel vorzeitig aus. Erst als die Prüfer ihr mehr Ruhepausen gönnten, hielt sie durch. Auch in der elektrischen Sicherheit schwächelt die Primadonna, ebenso die Jura Impressa C5. Die Sicherheit ist in beiden Fällen nur ausreichend.
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