17.07.2003

Entsafter: Fünf Geräte nicht gesund

Entsafter Test

Äpfel, Möhren, Sellerie, Petersilie oder Trauben: Frisch gepresste Säfte sind lecker und gesund. Vitamine stärken das Immunsystem, Pflanzenstoffe kurbeln Herz und Kreislauf an. Elektrische Entsafter bringen Gesundheit ins Glas. Vorausgesetzt, das Gerät spielt mit. Fünf Modelle gingen im Dauertest kaputt. test.de sagt welche.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Entsafter.

K.o. im Dauertest

Zwei Minuten volle Power, eine Minute Pause. Das ganze zehnmal, dann eine Stunde zum Abkühlen: Fünfhundertmal mussten die Entsafter diesen Test bestehen. Fünf Geräte gingen vorher kaputt: Mal brannte der Motor durch, mal lösten sich Lötstellen, mal brach die Antriebswelle. Die Zitterkandidaten heißen: CTC Clatronic AE2758, Kenwood JE 550, Philips Cucina HR 2828/26, Severin Juice 300 und Unold Saft-Center 8850. Schon nach 125 Prüfzyklen war hier Schluß mit saftig. Qualitätsurteil: mangelhaft. Für den täglichen Einsatz sind diese Entsafter zu schwach. Auffällig: Alle Zitterkandidaten sind Billigmodelle. Preis: 40 bis 60 Euro. Der Testsieger kostet dagegen stolze 500 Euro.

Kauftipp Moulinex

Der Preis allein ist jedoch kein Maßstab für Qualität. Beispiel: Moulinex Vitafruit. Preis: nur 44 Euro. test-Qualitätsurteil: gut, Haltbarkeit sogar sehr gut. Der Kauftipp für alle preisbewussten Saftfans. Nachteil der Moulinex-Maschine: die Obst- und Gemüsereste bleiben im Gerät. Wer viel Saft auf einmal presst, muss oft unterbrechen und den so genannten Trester aus dem Gerät entfernen. Das ist mit viel Popelei verbunden. Modelle mit Tresterauswurf und Auffangbehälter sind besser.

Testsieger Green Star

Die Saftpresse von Green Star verarbeitet auch große Mengen Obst- und Gemüse ohne Probleme. Der Trester rutscht durch den Auswurf in eine bereitgestellte Schüssel. So kann fast ohne Unterbrechung entsaftet werden. Das Gerät ist solide und liefert besonders viel Saft. Aus einem Kilo Äpfel holt die Green Star etwa 600 Milliliter. Zum Vergleich: Die Philips Cucina holt aus derselben Apfelsorte nur 300 Milliliter Saft.

Pressen oder schleudern

Ein Grund dafür ist das Arbeitsprinzip: Es gibt Saftpressen und Saftzentrifugen. Zentrifugen wie die Philips Cucina zerkleinern das Obst und Gemüse mit einer Reibescheibe. Die Zentrifuge schleudert dann den Saft heraus. Saftpressen zerquetschen das Obst oder Gemüse in einem Kolben und drücken die Masse anschließend durch ein Sieb. Das ergibt im allgemeinen mehr Saft. Allerdings sind die Pressen auch deutlich teurer. Sie kosten mehrere hundert Euro.

Saftpressen für Profis

Gute Saftzentrifugen gibt es für 44 bis 159 Euro: Moulinex Vitafruit (44 Euro), Braun Multipress (100 Euro) und Gastroback Design Juicer (159 Euro). Das Modell von Braun liefert besonders viel Saft, der Gastroback Design Juicer arbeitet schnell: zwei Kilo Äpfel und Mohrüben in nur vier Minuten. Die Konkurrenz braucht dafür 8 bis 20 Minuten. Wer oft und viel entsaften will, ist mit den großen Saftpressen noch besser bedient: Sie entsaften auch große Mengen ohne Pause und pressen am meisten Saft heraus. Kauftipp: Green Star (500 Euro) und Champion Saftpresse (440 Euro).

Küchenmaschine für Einsteiger

Ab und zu mal entsaften – das kann auch die Küchenmaschine. Zumindest für einige Modelle gibt es entsprechendes Zubehör. Preis: ab 25 Euro. Die Stiftung Warentest untersuchte die Aufsätze der Braun CombiMax K750 und Philips HR 7727/6. Beide Geräte entsaften befriedigend.

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