15.12.2006

Energiesparlampen: Osram strahlt am hellsten

Energiesparlampen Test

Sie brennen und brennen und brennen immer weiter. Einige Energiesparlampen sind nahezu unverwüstlich. Auch nach 19 000 Betriebsstunden im Dauertest strahlen sie noch hell. Bei einer so langen Lebensdauer rechnet sich der Kauf einer Sparlampe in jedem Fall. Zum Vergleich: Herkömmliche Glühbirnen machen im Schnitt nach 1 000 Stunden schlapp. Darüber hinaus sparen die Leuchtstofflampen noch bis zu 80 Prozent Strom. Eine 11-Watt-Sparlampe leuchtet so hell wie eine normale 60-Watt-Glühbirne. Welche Sparlampe die beste ist, zeigt test.de. Im Test: 27 Energiesparlampen mit Schraubsockeln E27 und E14 für normale Lampenfassungen. Preise: 1,50 bis 18,20 Euro.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Energiesparlampen

[Update] Ersatz für 19 Glühlampen

Dieser Test wollte kein Ende nehmen – und das ist gut so. Zumindest für die Käufer von Energiesparlampen. Die bekommen heute langlebige Lampen auch für wenig Geld. Seit Juni 2004 brannten die Energiesparlampen im Dauertest. Ein Prüfzyklus läuft über drei Stunden: 165 Minuten sind die Lampen an, 15 Minuten aus. Dann beginnt der Zyklus von vorn. Von den 27 Sparlampen im Test halten 9 Modelle mehr als 19 000 Betriebsstunden aus. Gute Energiesparlampen ersetzen so etwa 19 Glühlampen mit Glühfaden. Neben Fabrikaten von Osram und Philips sind darunter auch zwei Aktionsware-Lampen von Aldi Nord sowie ein Modell von Megaman. Unterschiede zeigen sich bei der Helligkeit. Sie liegt am Ende der Dauerprüfung zwischen 69 Prozent (Aldi Nord) und 94 Prozent (Philips PL E D / Pro 20-23W) des Wertes am Anfang der Prüfung. Einen Überblick gibt der Testkompass.

Häufiges An und Aus verkürzt die Lebensdauer

Osram strahlt im Test am hellsten: Ob großer Schraubsockel (E27) oder kleiner (E14), die Energiesparlampen der bekannten Marke liegen im Test ganz vorn. Preis für eine Osramlampe: 10 bis 17 Euro. Sie sind nicht nur sparsam und haltbar sondern auch schaltfest. Häufiges An- und Ausschalten ist für die Osram-Modelle kein Problem. Andere Energiesparlampen reagieren hier mitunter empfindlich. Zwölf Modelle gingen beim Schalttest vorzeitig kaputt. Darunter die billigen Energiesparlampen von Aldi, Bauhaus, Ikea, Isotronic Luxx und TIP. Nach 3 400 bis 7 000 schnellen Schaltvorgängen leuchteten diese Lampen nicht mehr. Die Tester bewerteten die Technik deshalb nur mit befriedigend oder ausreichend.

Gute Lampen für wenig Geld

Schlecht sind die billigen Energiesparlampen deshalb nicht. Vor allem die Modelle von Ikea und Aldi egalisieren ihre Schwäche in der Schaltfestigkeit durch den günstigen Preis. Beispiel: Ikea. Drei Energiesparlampen mit 11 Watt und großem Schraubsockel kosten hier 4,50 Euro. Macht 1,50 Euro pro Stück. Schon nach 80 Betriebsstunden hat sich der Preis amortisiert. Eine normale Glühbirne wäre jetzt teurer. Und die Ikea-Lampe hält - selbst wenn sie häufig geschaltet wird - über 6 800 Stunden. Das schaffen normale Glühbirnen nicht. Ikea und Aldi liefern also gute Energiesparlampen für wenig Geld.

Helligkeit nimmt ab

In puncto Lichtausbeute sind fast alle Energiesparlampen top. Die getesteten Modelle verbrauchen 71 bis 81 Prozent weniger Strom als vergleichbare Glühlampen mit Glühfaden. Allerdings nimmt die Helligkeit der Sparlampen mit der Zeit ab. Mit bloßem Auge ist das kaum sichtbar, doch den Messgeräten der Tester blieb es nicht verborgen. Fünf Energiesparlampen leuchteten schon nach 3 000 Brennstunden deutlich weniger hell: Aldi Nord Varilux 11W, Ecopak 11W, Isotronic 11W Glühlampenform, Megaman Compact Classic 11W und Osram Dulux 7W/E14. Besonders leuchtstabil ist dagegen die Philips PL E D 20–23W. Sie strahlt auch nach 10 000 Brennstunden noch fast so hell wie am ersten Tag. Nur häufiges An- und Ausschalten bekommt ihr nicht.

Keine Chance für rote Rosen

Wer auf Energiesparlampen umsteigt, sollte ein paar Grunddinge beachten. Energiesparlampen leuchten nicht mit Glühfaden sondern durch Gasentladung. Wie eine Leuchtstoffröhre. Dem Licht der Gasentladung fehlt die Rotkomponente. Rote Farbtöne wirken bräunlich und matt. Für rosarote Wohnungen sind Energiesparlampen deshalb nicht geeignet. Dafür gibt es die Sparlampen inzwischen in den Lichtfarben „extra warmweiß“ und „warmweiß“ für warmes, gemütliches Licht. Das kalte, bläuliche Licht normaler Leuchtstoffröhren (Lichtfarbe: „tageslichtweiß“) muss also nicht sein.

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