12.11.2009

Energiesparlampen: LED-Lampen holen auf

Energiesparlampen Test

LED-Lampen machen aus wenig Strom viel Licht. Sie gelten als Leuchten der Zukunft. Heute sind sie noch teuer. test.de sagt, wo und für wen sich LED-Lampen jetzt schon lohnen.

Heute noch teuer

Billig sind sie nicht. Energiesparlampen mit LED-Technik kosten bis zu 85 Euro pro Stück. Sie müssen lange brennen, bevor sie sparen. Die Stiftung Warentest hat 14 LED-Lampen untersucht. Für 230 Volt und 12-Volt-Systeme. Lampen und Reflektorlampen mit verschiedenen Sockeln. Eine Lampe kostet zwischen 8,99 Euro und 85 Euro. Die Stiftung Warentest hat die Lampen im Schnelltest untersucht. Ein abschließendes Qualitätsurteil - wie bei Energiesparlampen - gibt es hier nicht. Die LED-Lampen müssten dazu intensiver und über einen längeren Zeitraum geprüft werden. Die Stiftung Warentest bereitet das vor. Fazit einstweilen: LED-Lampen sind noch teuer, aber auf dem richtigen Weg. Sie erzeugen viel Licht aus wenig Strom. Einige Modelle sind bereits ähnlich effizient wie konventionelle Energiesparlampen.

Licht und Schatten

LED-Lampen funktionieren mit Halbleiterkristallen, die der Strom zum Leuchten anregt. Die kompakte Bauform ermöglicht neue, interessante Beleuchtungslösungen. Die Zeitschrift test kritisiert allerdings, dass einige der geprüften LED-Lampen statt der angekündigten „High power“ eher ein müdes Schimmern zeigen. Ihre Helligkeit war im Test geringer als die einer 25-Watt-Glühbirne. Doch es gibt auch Lichtblicke: Die neuen, etwas stärkeren LED-Lampen erzielten mehr Helligkeit. Mit Abstand am hellsten erwies sich eine Lampe, die mit 662 Lumen (Maß für die Helligkeit) sogar mehr Licht als eine 60-Watt-Glühbirne produzierte.

Hohe Lichtausbeute

Vorteil der LED-Technik: Die Lampen erzeugen viel Licht aus wenig Strom. Sie brauchen nur 1,2 bis 8,6 Watt. Die Lichtausbeute liegt im Test deutlich über der herkömmlicher Glühlampen und ähnlich hoch wie bei Energiesparlampen. Wer alte Glühbirnen durch LED-Lampen ersetzt, spart viel Strom. Gut für die Umwelt. Für den Geldbeutel noch nicht. Die LED-Lampen selbst sind so teuer, dass sich die Investition nur selten bezahlt macht. Bei guten Energiesparlampen rechnet sich der Kauf dagegen fast immer. LED-Lampen lohnen sich nur dort, wo sie oft und lange brennen.

Bessere Farben

Das Angebot an Lichtfarben erwies sich im Test als erfreulich vielfältig und reichte von warmweiß (2 700 Kelvin) bis ins bläulich kühle Tageslichtweiß (7 200 Kelvin). Bei der Farbwiedergabe schnitten die meisten LED-Lampen besser ab als Energiesparlampen. Sie eignen sich zum Beispiel auch zum Anstrahlen wärmeempfindlicher Kunstwerke. Niedrige Wattzahlen und hohe Lichtausbeute sorgen dafür, dass sich die Lampen außen kaum erwärmen. Im Unterschied zu (Halogen-)Glühlampen besteht bei ihnen kaum Verbrennungsgefahr. Sie eignen sich auch fürs Kinderzimmer.

Probleme mit der Lebensdauer

Die Lebensdauer der LED-Lampen setzen viele Anbieter zu optimistisch an. Lemnis nennt beispielsweise 50 000 Betriebsstunden für seine Lighting Pharox LED Bulb. Im Test fielen beide Prüfmuster schon nach weniger als 1 000 Stunden aus. Andere Spots büßten schnell an Helligkeit ein. Zu schnell. Wer LED-Lampen kauft, sollte deshalb den Kassenbon aufbewahren. Die Tester raten zur Reklamation, wenn die Lampen vorzeitig dunkler werden oder ganz ausfallen.

Tipps: Das sollten Sie wissen
Tabelle:
 Alle LED-Lampen im Überblick
Alle Ergebnisse:
 Test LED-Lampen aus der Zeitschrift test 11/2009

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