EU-Führerschein: Polnischer Schein schnell wieder weg

EU-Führerschein Meldung
Polnische Fahrlehrer wie hier in Szczecin (Stettin) sprechen häufig deutsch.

finanztest 10/2007

Das deutsch-polnische Verbraucherinformationszentrum in Frankfurt an der Oder warnt vor billigen Expresskursen polnischer Fahrschulen im Grenzgebiet. Die Fahrschulen hielten sich nicht immer an die Gesetze, und so könne es passieren, dass der Kunde den Führerschein schnell wieder los ist.

In Polen sind 30 Fahrstunden Pflicht, die auf mindestens zwölf Tage verteilt sein müssen, bevor der Fahrschüler zur Prüfung zugelassen wird. Der Schüler muss außerdem sechs Monate – exakt 185 Tage – im Land gemeldet sein, bevor der Führerschein ausgestellt wird. Das ist EU-Recht und gilt für alle Mitgliedstaaten.

Die Meldepflicht wird jedoch häufig umgangen: Der Fahrschüler meldet sich zum Crashkurs in Polen und kommt sechs Monate später wieder zur Prüfung.

Die deutschen Behörden, die den EU-Führerschein anerkennen müssen, drängen nun auf schärfere Kontrollen in Polen. Die Behörden dort können den Führerschein einziehen, wenn sie hinter den Trick kommen.

Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.

Kommentare (0)

weitere Kommentare anzeigen

Alle Kommentare anzeigen

Schreiben Sie bitte einen Kommentar

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice

Weitere Angebote