20.03.2009

Drucker: Die besten Laser und Tintenstrahler für Sie

Drucker Test

Ein Tintenstrahler von Lexmark treibt die Tintenkosten für ein DIN-A4-Foto in ungekannte Höhen. Laserdrucker erledigen diese Arbeit ab etwa 55 Cent – in etwas schlechterer Druckqualität. Ein Vergleich.

Der Lexmark Z2320 lieferte mit 5,80 Euro Tintenkosten pro DIN-A4-Foto die teuersten Drucke, die wir je in einem Test hatten. Dabei treiben die speziellen Tintenpatronen, die Lexmark für den Fotodruck empfiehlt, den Preis besonders in die Höhe. Sie kosten deutlich mehr als die normalen Patronen, mit denen die Lexmark-Geräte aber immer noch teurer drucken als alle anderen im Test. Die mit 35 Cent pro Seite günstigsten Fotodrucke stammen vom Epson EC-01. Dieser Tintenstrahldrucker ohne austauschbare Tintenpatronen kommt allerdings wohl nur für professionelle Vieldrucker infrage (siehe „Besonderheit“). Aus dem Laserdrucker kostete unser Testfoto zwischen 55 Cent und 130 Cent – allerdings nur in „befriedigender Druckqualität“.

Drucker Test
Unschön:Beim Oki-Laserdrucker rieselt loser Tonerstaub in den Drucker, wenn man die Tonerkartusche wechselt.

Die Kostenunterschiede pro Druckseite sind immens, vor allem bei Tintenstrahldruckern. Das gilt auch für Schwarzweißseiten. Die mit 1,5 Cent pro Seite günstigsten Textdrucke liefert der HP Officejet, während der unrühmliche Lexmark mit 13 Cent auch hier aus der Rolle fällt. Um zu beurteilen, wie teuer ein Drucker druckt, muss man wissen, wie viele Seiten man mit einem Satz Tintenpatronen oder Tonerkartuschen drucken kann. Anhand der Preise für die Ersatztanks lässt sich dann der Seitenpreis errechnen. Hier könnte es bald mehr Kostentransparenz geben: Die internationale Normungsorganisation ISO (International Organization for Standardization) hat einen neuen Standard zur Messung von Druckreichweiten verab­schiedet. Würden alle Druckeranbieter die bei diesem Standardtest erzielten Seitenzahlen auf der Verpackung ihrer Farbtanks angeben, könnte der Kostenvergleich erheblich einfacher sein. Bislang verstecken sie diese Angaben aber meist irgendwo auf ihren Internetseiten. Aber nicht nur die Druckkosten sind für die Auswahl eines Druckers wichtig. Am Anfang steht die Frage: Tinten- oder Lasertechnik? Oft gibt der Gerätepreis den Ausschlag. Doch nun sind Farblaserdrucker für weniger als 200 Euro zu haben – noch vor wenigen Jahren wäre das undenkbar gewesen. Wie schlagen sich solche Laserdrucker der Einsteigerklasse im Vergleich zu noch günstigeren Tintenstrahldruckern? 

Laser für Text, Tinte für Fotos

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Tinte oder Laser, beide Techniken zeigen im Test ihre Stärken: Die Laser arbeiten deutlich schneller und liefern schwarzweiße Textdrucke gestochen scharf wie kein Tintendrucker. Bei farbigen Layoutseiten, die Text, Grafik und Bilder kombinieren, machen die Laserdrucker von Canon, HP und Samsung eine gute Figur. Doch hier sind die meisten Tintenstrahler im Test ähnlich gut.

Beim Fotodruck stoßen dann aber auch die besten Laser im Test an ihre Grenzen. Ein richtiges Fotogefühl kommt erst auf, wenn man mit einem guten Tintenstrahler auf entsprechendem Fotopapier druckt. Am besten gelingt das dem HP Officejet für 143 Euro. Doch auch viele günstigere Tintenstrahler drucken Fotos sehr ordentlich.

Die meisten Drucker im Test nutzen einzelne Farbtanks für Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz. Kombinierte Tintentanks für alle Farben haben nur die Lexmark- und der Canon-Tintenstrahler für 45 Euro. Dabei ist auch der Druckkopf in die Patrone integriert. Das erhöht die Druckkosten, kann aber für Wenigdrucker sinnvoll sein: Sie müssen nur die Patrone wechseln und nicht noch den sonst üblichen separaten Druckkopf, zum Beispiel wenn er nach langem Stillstand eingetrocknet ist.

Laserdrucke besonders beständig

Gegen Licht und Wasser zeigen sich Laserdrucke insgesamt robuster als Tintendrucke. Nur die Ausdrucke vom Epson Stylus sind fast so beständig wie ein Laserdruck. Bei Drucken von HP und Lexmark verläuft die Tinte viel schneller als bei der Konkurrenz, wenn sie mit Wasser in Berührung kommen. Dafür sind die HP-Tintendrucke sehr unempfindlich gegen Ausbleichen. Für den Hausgebrauch empfehlen sich die Tintenstrahler insgesamt als bezahlbare Allrounder, wobei ihre Stärken vor allem beim Fotodruck liegen. Die teureren Laser eignen sich dagegen besonders für Büroanwendungen, wo es auf ein perfektes Textbild, eine gute Beständigkeit und ein hohes Arbeitstempo ankommt.

Besonderheiten bei der Ausstattung

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Praktisch:Der HP Photosmart hat ein Fach für Fotopapier in Postkartengröße.

Doppelseitigen Druck (Duplex) bietet im aktuellen Test nur der teurere Canon-Tintendrucker. Dabei nutzt er aber auch für schwarzweiße Textseiten farbige Tinte, was die Druckqualität senkt und die Kosten erhöht. Nur der HP Photosmart kann Fotos direkt von Speicherkarten drucken. Um dabei die Auswahl der Bilddateien zu erleichtern, hat er ein kleines Display. Außerdem bietet er extra ein Fach für Fotopapier im Postkartenformat. Praktisch für Unternehmen und Familien: Vier Laser- und ein Tintenstrahldrucker haben einen Anschluss für lokale Netzwerke (Lan). Mit einem Netzwerkrouter, der oft mit einem DSL-Internetanschluss mitgeliefert wird, kann man sie dann von mehreren Rechnern aus nutzen. Zwei Drucker lassen sich in ein drahtloses WLan-Netzwerk einbinden. Das spart das Kabel zwischen Drucker und Router.

Stromfresser und Lärmer

Um im Netzwerk jederzeit ansprechbar zu sein, müssten die Drucker allerdings im Bereitschaftsbetrieb bleiben. Doch die Laser von Epson, Oki und Samsung fressen im Standby viel Strom. Will man Strom sparen, muss man sie jedes Mal richtig ausschalten, wenn man nicht mit ihnen druckt. Dann sind sie auch am leisesten. Denn Laserdrucker drucken nicht nur lauter als die meisten Tintenstrahler, sondern nerven auch im Standbybetrieb noch mit Lüfterlärm. Beim Drucken selbst sind allerdings auch der Tintenstrahler von Epson und der billigere der beiden Canon nicht eben leise.

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