28.09.2010

Dividendenfonds: Am Gewinn beteiligt

Dividendenfonds Test
BASF ist einer der zuver­lässigsten Dividendenzahler.

Das Jahrzehnt nach der Jahrtausendwende war nicht für alle Anleger verloren. Aktien und Aktienfonds haben in dieser Zeit zwar meist Verlust gebracht. Wer auf Aktien mit hoher Dividenden­rendite setzte, konnte jedoch Gewinn machen. Finanztest zeigt, wie Anleger mit Indexfonds bequem in Dividendentitel investieren können.

Renditeplus dank Dividenden

Die Untersuchung von Finanztest zeigt: Dividendenstarke Aktien brachten im Durchschnitt deutlich mehr als der breite Markt. So hätte der DivDax, der die 15 dividendenstärksten Aktien aus dem deutschen Aktienindex Dax vereint, bei Rückrechnung bis ins Jahr 2000 3,4 Prozent pro Jahr gebracht. Der Dax hat im gleichen Zeitraum 1,2 Prozent pro Jahr verloren. In anderen Aktienmärkten waren die Unterschiede zwischen Dividenden- und Basisindizes sogar noch größer (Tabelle Ergebnisse kompakt). Das können sich Anleger zunutze machen, indem sie auf Dividendenindizes setzen. Diese wählen aus einem größeren Index die besten Dividendentitel aus. Damit ersparen sie Anlegern Arbeit und bieten ihnen auch eine breite Risikostreuung.

Intelligente Dividendenindizes

Die meisten Indizes nehmen nicht die Dividendenrendite allein als Kriterium, sondern stellen strengere Anforderungen. Wichtig ist vor allem, dass die darin enthaltenen Titel Ausschüttungen regelmäßig und möglichst in steigender Höhe über mehrere Jahre gezahlt haben. Einen einzelnen Dividendenausfall verzeihen manche Indexanbieter, mehr aber nicht. Intelligente Dividendenindizes berücksichtigen auch, wie eine Dividende finanziert wird. Für die Dow-Jones- und Stoxx-Indizes werden jene Firmen aussortiert, die mehr als 60 Prozent der Jahresgewinne an die Anleger ausschütten oder die Dividende sogar vollständig aus der Firmensubstanz entnehmen. Schließlich soll ein Unternehmen nur das Geld verteilen, das es vorher verdient hat.

Sondervermögen gibt Sicherheit

Wie unter allen Indexfonds gibt es auch bei den Strategiefonds viele Swap-Produkte (swap = englisch für Tausch). Sie bilden die Indexentwicklung nach, ohne dass der Fonds die Originalaktien aus dem Index enthält. Doch eins haben Swap-Fonds mit so genannten voll replizierenden Fonds gemeinsam. Auch bei ihnen steht im Hintergrund ein Sondervermögen, das eine Pleite des Fondsanbieters überstehen würde. Wer einen Fonds klassischen Charakters haben möchte, wird von Swaps dennoch die Finger lassen. Für die Anbieter sind Swap-Fonds bequem. Der Nachbau von Indizes mit Originalaktien ist viel aufwändiger und teurer als die künstliche Nachbildung. Indexfonds mit Originalaktien haben oft eine etwas schlechtere Rendite als Swap-Fonds.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Tipps

Dieser Artikel ist hilfreich. Nutzer finden das hilfreich.

Kommentare (0)

weitere Kommentare anzeigen

Alle Kommentare anzeigen

Schreiben Sie bitte einen Kommentar

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Jetzt einloggen oder Neu registrieren.
Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice