06.02.2004

Digitalkameras: Olympus im Olymp

Tipps

  • Pixel sind Nebensache. Zwei, vier, sechs Millionen Pixel: Der Wettstreit um Pixelmillionen macht keinen Sinn. Erst das Zusammenspiel von Objektiv, Bildwandlerchip und kamerainterner Software entscheidet über die Bildqualität. Mitunter bringen mehr Pixel sogar weniger Bildqualität, weil die Bilder rauschen.
  • Bildrauschen. Je mehr Pixel die Digitalkamera auf ihrem Bildwandler abbildet, desto kleiner sind die einzelnen Bildpunkte. Kleine Punkte fangen weniger Licht ein. Das schwächere Signal muss verstärkt werden, damit ein brauchbares Bild entsteht. Die Folge: Auch das Bildrauschen nimmt zu. Die Bilder wirken oft unruhig und etwas grisselig. Vor allem bei schwacher Beleuchtung. Im Dezember-Test hagelte es dafür schlechte Noten: Nur vier von 16 Digitalkameras waren gut. Die aktuell getesteten Modelle liefern bessere Bilder. Ganz aus der Welt ist das Problem mit dem Bildrauschen allerdings nicht.
  • Testsieger. Olympus E-1 – die erste digitale Kamera mit einem sehr guten Qualitätsurteil. Die digitale Spiegelreflexkamera kostet aber stolze 2 550 Euro. Nachteil: Sie arbeitet nur mit speziellen Objektiven.
  • Preishit. Canon 300D für 1 160 Euro. Die bislang billigste digitale Spiegelreflexkamera ist kaum schlechter als der Testsieger von Olympus. Vorteil: Wer bereits Wechselobjektive von Canon hat – etwa von einer analogen Spiegelreflexkamera – kann diese weiterverwenden.
  • Brennweite wirkt länger. Wer analoge Wechselobjektive verwendet, muss sich allerdings umstellen. Der Bildchip einer Digitalkameras ist kleiner als ein 24x36-Millimeter-Kleinbildfilm und erfasst einen kleineren Bildausschnitt. Das wirkt wie eine Verlängerung der Brennweite. Aus 28-Millimetern (Weitwinkel) werden - je nach Größe des Bildchips - praktisch 40 bis 45 Millimeter. Das entspricht fast einem Normalobjektiv.
  • Beste Bildqualität. Olympus C-5000 für 520 Euro. Die digitale Sucherkamera mit dreifach-Zoom bietet die beste Qualität im automatischen Betrieb.
  • Ständiger Begleiter. Minolta Dimage X20 für 240 Euro: leicht, flach und gut. Die Kamera besticht durch geringe Abmessungen und das innen liegende dreifach-Zoom.
  • Wackelfest. Minolta Dimage A1 mit elektronischem Verwackelschutz und großzügigem Weitwinkelbereich. Preis: 1 050 Euro.
  • Video. Digitalkameras können auch kurze Videosequenzen aufnehmen. Nur digitale Spiegelreflexkameras haben keine Videofunktion. Die besten Videosequenzen liefert die Minolta Dimage Z1. Preis: 435 Euro. Oft ist die Videofunktion aber eher ein Partygag. Die Filmchen sind etwas ruckelig und unscharf.

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