21.02.2013

Digitalkamera: Alle Kameras im Test

ABC der Fach­begriffe

Was ist ein CCD? Was bedeutet Weiß­abgleich? Wofür steht JPEG? Das folgende Glossar gibt Antwort.

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3-CCD. CCD heißt der Bild­chip in Digitalkameras und Camcordern. Die Abkür­zung steht für Charge Coupled Device. Über­setzt etwa ladungs­gekoppeltes Bauteil. Der CCD-Fotosensor wandelt Licht in elektrische Signale um. Digitalkameras arbeiten mit einem CCD-Bild­chip. Besonders hoch­wertige Camcorder haben drei. Ein Prisma spaltet das Licht in die drei Grund­farben Rot, Gelb und Blau auf verteilt sie auf eigene CCD-Sensoren. Das steigert die Bild­qualität.

A

Adaptive Lighting Technology. Funk­tion in einigen Hewlett-Pack­ard-Kameras. Gleicht starke Kontraste aus. Etwa bei Blitz­aufnahmen und dunklem Hintergrund oder Gegen­licht­aufnahmen und dunklem Vordergrund.

AE. Belichtungs­automatik (Auto­matic Exposure). Bezeichnet oft die Taste zum Speichern der Belichtungs­einstellung.

AF-Hilfs­licht. Auto­fokus-Hilfs­licht. Hellt das Motiv auf, damit der Auto­fokus auch bei Dämmerlicht noch scharf­stellen kann. Bei einigen Kameras ist das Hilfs­licht sicht­bar, andere verwenden unsicht­bares Licht im Infrarot­bereich.

Aliasing. Pixelförmige Abstufung (Treppen­effekt) an schrägen Linien bei Digitalfotos.

Antialiasing. Benach­barte Pixel werden neu berechnet, sodass der Treppen­effekt an schrägen Linien vermindert wird.

APS-C. Advanced Photo System Compact. Bild­format analoger APS-Kameras: 25,1 mm × 16,7 mm. Zum Vergleich: Analoge Klein­bild­kameras arbeiten im Format: 24 x 36 mm. Digitalkameras sind meist mit Bild­chips im Klein­bild­format bestückt. APS-C-Digitalkameras arbeiten dagegen mit dem APS-Format.

ASA. Licht­empfindlich­keit der Digitalkamera. Die Abkür­zung steht für American Stan­dards Association. Ein früherer Stan­dard. Heute: ISO (siehe dort).

Auflösung. Maß für die Detailtreue. Wird bei Kameras oft mit der Pixelzahl verwechselt. Maß für die Auflösung sind Bild­punkte (Pixel), Bild­punkte pro Zoll (dpi) oder Linienpaare pro Milli­meter (lpmm). Je nach Medium. Für Digitalkameras wird die Auflösung meist in Bild­punkten angegeben. Nach Breite und Höhe. Etwa: 2048 x 1536 Pixel. Für Fotoobjektive ist die Angabe von Linienpaaren pro Milli­meter üblich.

Aufnahme­bereich. Die kleinste Fläche, die bei Nahaufnahmen (Makro­aufnahmen) im Voll­fomat von der Kamera erfasst werden kann.

Auto­fokus. Auto­matische Scharf­stellung.

AVCHD. Advanced Video Codec High Definition, deutsch: Fort­geschrittener Video Codec hoher Auflösung. Weiter­entwick­lung von AVC für Videos in hoher Auflösung. Verwendet den MPEG-4 AVC-Codec H.264.

B

Batch-Verarbeitung. Stapel­ver­arbeitung. Auto­matisiertes Abarbeiten gleicher Funk­tionen auf mehrere Bilder.

Bayer-Mosaik. Anordnung der Farbfilter im Bild­chip. Farbfilter liefern die Farb­information, denn Bild­sensoren sind zwar licht-, nicht aber farb­empfindlich. Aus dem Helligkeits­wert der Grund­farben errechnet die Kamera die Farbe eines Pixels. Nach dem Ingenieur Bayer hat eine Zeile abwechselnd rote und grüne und die um ein Pixel verschobene nächste Zeile blaue und grüne Farbfilter.

Belichtungs­korrektur. Von der Belichtungs­automatik abweichende Über- oder Unterbe­lichtung. Taste oder Funk­tion „EV“. Hilf­reich zum Beispiel bei Gegen­licht.

Belichtungs­reihe. Auto­matische Folge von unterschiedlich belichteten Bildern: exakt, über- und unterbe­lichtet. Hilf­reich bei Gegen­licht, diffusem Tages­licht und ähnlich kritischen Licht­verhält­nissen zur Auswahl der besten Aufnahme.

Best shot selection. BSS. Die Kamera speichert von einer Bilderserie nur das mit der besten Schärfe.

Bild­bearbeitung. Korrektur von Bild­fehlern und Nachbearbeitung von Bildern am Computer.

Bild­chip auch Bild­wandler. Elektronisches Bauelement (CCD oder CMOS) in Kameras und Scannern. Wandelt das vom Objektiv erfasste Bild in elektrische Werte um, aus denen ein Digital­bild errechnet werden kann.

Bild­komprimierung. Reduziert die Dateigröße eines digitalen Bildes. Mit Qualitäts­verlust bei Detail- und Farb­treue. Bilder, die mehr­fach geöffnet, bearbeitet und komprimiert gespeichert werden, verlieren sicht­bar an Qualität.

Bild­punkt. Kleinstes Element eines digitalen Bildes. Auch Pixel genannt.

Bild­rauschen. Kombination aus Farbrauschen und Helligkeits­rauschen: Störungen in Fotos, die bei schlechter Beleuchtung entstehen.

Bild­stabilisator. Ein elektronisch gesteuerter, mecha­nischer oder opto­mecha­nischer Baustein im Objektiv oder im Kamera­gehäuse. Wirkt gegen verwackelte Aufnahmen.

Bild­stabilisierung. Verschiedene Verfahren gegen verwackelte Aufnahmen. Viele Kamera­hersteller erhöhen zur Bild­stabilisierung lediglich die Licht­empfindlich­keit der Kamera. Das wirkt zwar gegen Verwackeln, führt aber auch zu stärkerem Bild­rauschen. Mitunter verringert die Kamera sogar ihre Auflösung.

Bild­wand­lerchip. Elektronisches Bauelement, CCD oder CMOS. Wandelt optische in elektrische Signale um.

Bit. Kleinste Informations­einheit der Digital­technik. Eng­lisch für binary digit. Kann zwei Zustände annehmen: 0 oder 1, an oder aus, ja oder nein.

Bitmap. Dateiformat für digitale Bilder. Unkomprimiert. Gebräuchlich unter dem Betriebs­system Microsoft Wind­ows. Dateiendung: bmp.

Blende. Vorrichtung in Fotoobjektiven, die die einfallende Licht­menge reguliert. Die Blende sorgt für die korrekte Belichtung und beein­flusst die Schärfentiefe.

Blitz­schuh. Kontakt­schuh, über den Blitzgeräte an einer Kamera befestigt werden können. Gleich­zeitig sind an dem Blitz­schuh Kontakte zur Steuerung von Systemblitzen durch die Kamera unterge­bracht.

Blitz­synchronisation. Ursprüng­lich nur dafür wichtig, dass der Blitz zur rechten Zeit zündet. Inzwischen Stil­mittel bei Nacht­aufnahmen bewegter Motive. Legt fest, ob der Blitz zum Beginn oder am Ende der Aufnahme auslöst. Beispiel. Ein Scheinwerfer ist beim Blitz am Anfang der Aufnahme als Strich zu sehen, der aus dem Auto „heraus­wächst“.

Blitz­synchronisations­zeit. Das ist die kürzeste Belichtungs­zeit bei einer Kamera mit Schlitz­verschluss, bei der der Verschluss voll­ständig offen ist.

Bracketing. siehe Belichtungs­reihe.

Brenn­weite. Beein­flusst den Bild­winkel eines Objektivs. Ein normaler Bild­eindruck ergibt sich bei Klein­bild bei 50 Milli­metern Brenn­weite. Eine kürzere Brenn­weite sorgt für ein weitwink­liges Bild, eine längere Brenn­weite für Tele­aufnahmen.

Brenn­weitenverlängerung. Bild­chips sind kleiner als ein Klein­bild. Das verlängert scheinbar die Brenn­weite des Objektivs.

Bridge­kamera. Auch Universalkamera genannt. Digitalkamera für Kreative. Meist mit vielen Einstell­möglich­keiten für Belichtung, Blende, Empfindlich­keit und Weiß­abgleich. Bridge­kameras schlagen die Brücke zwischen Kompakt und System. Das Zoom­objektiv und die Aufnahme­technik verbindet sie mit den Kompakten, das Aussehen und die vielen Einstell­möglich­keiten mit der Systemkamera.

Byte. Informations- und Speicher­einheit der Digital­technik. Ein Byte besteht aus acht Bit. Ein Kilobyte sind 1 024 Byte, ein Megabyte 1 024 Kilobyte, ein Gigabyte sind 1 024 Megabyte.

C

CCD. Der Bild­chip in Digitalkameras und Camcordern. Die Abkür­zung steht für Charge Coupled Device. Über­setzt etwa ladungs­gekoppeltes Bauteil. Der CCD-Fotosensor wandelt Licht in elektrische Signale um. Vorteil: Licht­empfindlich, großer Dynamik­bereich. Nachteil: hoher Energiebedarf, lang­same Daten­ver­arbeitung. Alternative: CMOS.

Cipa-Zyklen. Zeigen, wie viele Aufnahmen die Kamera mit einer Akkuladung schafft. Angabe laut Anbieter. Richt­wert, ermittelt nach Stan­dard­verfahren. Relativ verläss­lich. CIPA steht für Camera and Imaging Products Association, ein Verband der japa­nischen Foto­industrie.

Chrominanz. Farbdichte.

Chromatische Aberration. Abbildungs­fehler, Farbsäume an Hell-Dunkel-Über­gängen. Wird durch Abblenden verringert und ist bei hoch­wertigen Objektiven weniger ausgeprägt.

CMOS. Fotochip in Digitalkameras. Wandelt Licht in elektrische Signale um. Vorteil: spart Strom, arbeitet schnell. Nachteil: starkes, ungleich­mäßig verteiltes Bild­rauschen. Alternative: CCD.

CMYK. Abkür­zung für die subtraktive Farb­mischung beim Druck aus den Farben Cyan (Blaugrün), Magenta (Rot), Yellow (Gelb) und Key = Black (Schwarz). Das Kürzel Key wird verwendet, um Verwechs­lungen mit B wie Blue auszuschließen.

CF Compact Flash. Speicherkarte für Digitalkameras.

Crop­faktor. Größen­vergleich zwischen Klein­bild­format und der Sensorgröße einer Digitalkamera (Brenn­weitenverlängerungs­faktor).

D

Digitalzoom. Tele­wirkung durch Ausschnitts­vergrößerung. Kann genauso mit der Ausschnitts­wahl bei der Bild­bearbeitung am PC erreicht werden. Verschlechtert die Bild­qualität. Besser ist ein optischer Zoom.

DIN. Deutsches Institut für Normung. Empfindlich­keits­angabe in Grad. Beispiel: 21°, entspricht 100 ASA oder ISO 100/21°. Ein Sprung von drei Grad entspricht dem Verdoppeln der Licht­empfindlich­keit.

Dioptrie-Anpassung. Individuelle Anpassung des Suchers an die Sehstärke des Fotografen.

Direct print. Direkt­druck ohne Computer. Die Kamera wird dazu über das USB-Kabel direkt an den Drucker ange­schlossen.

Dithering. Eng­lische Bezeichnung für ein Verfahren, bei dem benach­barten Pixeln eine Zwischenfarbe zugewiesen wird, um feine Tonwert­abstufungen zu simulieren.

Docking Station. Basis­station für digitale Kameras mit zwei Funk­tionen: Laden des Akkus und Über­tragen der Bilder in den PC.

Dpi. Punkte pro Zoll (dots per inch). Maß für die Auflösung beim Druck. Ein Zoll = 2,54 cm. 300 dpi entsprechen also etwa 12 Punkten pro Milli­meter.

DPOF. Stan­dard für den Direkt­druck von der Speicherkarte. Anders als bei Direct print wird die Speicherkarte in den Kartenleser des Druckers gesteckt und nicht die Kamera mit dem Drucker verbunden.

Durch­licht­einheit. Als Zusatz­gerät oder in den Deckel integriert dient die Durch­licht­einheit dazu, mit Flachbetts­cannern auch Filmmaterial (Dia, Negativ) zu digitalisieren.

Dynamik. Charakterisiert den Unterschied zwischen hellster und dunkelster Bild­information. Sollte besonders groß sowie gleich­mäßig abge­stuft sein. Bei geringer Dynamik wirken Bilder flau.

E

EV (exposure value). Belichtungs­wert, siehe Belichtungs­korrektur.

Exif. Exchan­geable Image File Format. Stan­dard für zusätzliche Angaben bei digitalen Bildern - etwa Brenn­weite und Belichtungs­zeit.

F

Face Detection. Siehe Gesichts­erkennung.

Falsch­licht. Reflexionen in der Kamera oder im Objektiv, die das Bild künst­lich aufhellen. Sicht­bar vor allem in dunklen Bereichen.

Farbpipette. Werk­zeug in Bild­bearbeitungs­programmen zum Fest­stellen bzw. Aufnehmen der Farbe eines Bild­punkts.

Farbraum. Gibt an, bis zu welchem Sättigungs­grad Farben dargestellt werden können.

Farbrauschen. Kleine farbige Pixel in einfarbigen Flächen. Stärker in dunklen Bild­teilen und bei höherer ISO-Zahl der Kamera. Tritt zusammen mit Helligkeits­rauschen auf. Siehe Bild­rauschen.

Farbtiefe. Definiert die maximale Anzahl von Farben bei digi­taler Darstellung. Von Echt­farbdarstellung spricht man ab 3 x 8 Bit pro Grund­farbe = 24 Bit (16,8 Millionen Farben). Trend bei Scannern und Bild­bearbeitung: 3 x 16 = 48 Bit (281 Billionen Farben).

Fest­brenn­weite. Objektive, bei denen die Brenn­weite nicht verändert werden kann.

Films­canner. Gerät zum Digitalisieren von Dia- und Negativfilmen. Ein Bild­chip erfasst Licht, das durch die Vorlagen scheint.

Firmware. Für die Funk­tion eines Geräts (zum Beispiel Digitalkamera, CD-Brenner) zuständige Software, ähnlich dem Betriebs­system eines Computers.

Fisheye. Spezielles Objektiv, das stark verzerrte Bilder mit einem kreis­runden Blick­winkel bis 180 Grad erfasst.

Flachbetts­canner. Gerät zum Digitalisieren von Foto­abzügen und anderen Vorlagen. Ein Bild­chip erfasst Licht, das von den Vorlagen reflektiert wird.

Four-Thirds. (4:3) Bild­sensor­typ für Spie­gelre­flexkameras von Olympus und Panasonic. Kleinere Bild­fläche als bei APS-C. Seiten­verhältnis: 4:3.

Foveon-Chip. Beim Foveon-Chip (Sigma SD-9/SD-10, Polaroid x530) liegen die licht­empfindlichen Schichten des Bild­chips über- statt neben­einander. Jeder Bild­punkt (Pixel) erfasst die volle Farbpalette. Das erhöht Farb­treue und Auflösung.

Free­ware. Vor allem via Internet unentgeltlich verbreitete Programme. Manchmal mit kommerziellem Hintergrund, oft aber von Enthusiasten entwickelt.

Full HD. Die derzeit höchste Auflösung für Videos und Fernseh­bilder. HDTV mit 1 920 mal 1 080 Pixeln.

G

Gammakorrektur. Anpassen des Helligkeits­verlaufs im Bild an den gewünschten Kontrast.

Gammakurve. Hilfs­mittel zum Ändern des Kontrasts eines Bildes (flache Kurve = geringer Kontrast, steile Kurve = hoher Kontrast).

Gegen­licht­reflexe. Licht­flecke, die durch eine helle Licht­quelle im Bild­feld verursacht werden. Sonnenlicht oder Scheinwerfer etwa.

Gesichts­erkennung. Face Detection. Die Kamera analysiert das Bild während der Aufnahme. Wenn sie Gesichts­strukturen erkennt, stellt sie Schärfe und Belichtung darauf ein. Die Technik soll Porträt- und Gruppen­aufnahmen verbessern.

GIF. Graphic Interchange Format. Dateiformat für Farb­grafiken im Internet, schlecht für Porträts (siehe JPEG).

Gigabyte. 1 024 Megabyte (siehe Byte).

Grafik­tablett. Eingabegerät für die Bild­bearbeitung mit einem speziellen Stift.

H

Halo. Licht­hof um helle Objekte oder helle Linien an Bild­kanten.

HD. High Definition, hohe Auflösung: Dieses Kürzel kenn­zeichnet Videos mit mindestens 720 Bild­zeilen. Typisch sind 1 280 x 720 und 1 920 x 1 080 Bild­punkte.

HDMI. High Definition Multimedia Inter­face. Schnitt­stelle zur Über­tragung digi­taler Audio- und Video­signale.

Helligkeits­rauschen. Der Farb­neutrale Anteil des Rauschens in einem Bild. In Flächen gleicher Helligkeit treten hellere oder dunklere Bild­punkte hervor. Das Helligkeits­rauschen wird erst sicht­bar, wenn das Bild in Grau­stufen umge­wandelt wird. Tritt zusammen mit Farbrauschen auf. Siehe Bild­rauschen.

High-Key-Bild. Ein helles Bild, dem es absicht­lich an Kontrast in dunklen Bild­teilen mangelt. Gegen­stück: Low-Key-Bild.

Histogramm. Grafische Darstellung des Tonwert­umfangs von Helligkeit und Farbe eines Bildes. Erlaubt die Belichtungs­kontrolle.

I

Integral­messung. Belichtungs­messung, wertet die Helligkeit einer großen Fläche des Bildes aus. Gegen­stück: Spot­messung.

Inter­polation. Berechnen von Über­gangs­werten zwischen Pixeln. Beliebter Trick bei Scannern und Kameras, um eine höhere Auflösung vorzug­aukeln, als mit der höchsten optischen Auflösung tatsäch­lich möglich ist.

ISO. Licht­empfindlich­keit der Digitalkamera. Die Abkür­zung steht für Interna­tional Stan­dard Organization. Früher eine Norm für die Film­empfindlich­keit analoger Kameras. Je höher der ISO-Wert, desto weniger Licht braucht die Kamera für ihre Aufnahmen. Bei Digitalkameras lässt sich die Empfindlich­keit regeln. Beispiel: 800 ISO für Aufnahmen bei schwacher Beleuchtung. Siehe auch ASA.

J

JPEG. Joint Photo­graphic Experts Group. Verbreitetes Dateiformat für daten­reduzierte Bilder. Spart Speicher­platz. Ist aber mit Abstrichen bei Bild­details und Farb­treue verbunden. Schlecht für Farb­grafiken (siehe GIF).

JPEG 2000. Komprimierungs­verfahren mit hierarchisch gegliederten Kompressions­ebenen. Es gestattet dadurch beispiels­weise, das Haupt­motiv geringer zu komprimieren als den Hintergrund. Es hat sogar einen Modus für verlust­freie Komprimierung.

K

Kalt­start. Die Zwangs­pause zwischen dem Einschalten der Kamera bis zum ersten Auslösen.

Kilobyte. 1024 Byte (siehe Byte).

Kilopixel. Angabe der von einem Bild­chip erfassten Bild­punkte in Tausend (siehe auch Pixel).

Klein­bild­format. 24 x 36 Milli­meter.

Kompakt­kamera. Sammelbezeichnung für kleine hand­liche Digitalkameras. Modelle mit Zoom­objektiv sind für jede Aufnahme­situation geeignet. Ideal für Einsteiger, auf Reisen und für Familien­feiern. Siehe dagegen: Bridge­kamera und Systemkamera.

Kompatibilität. Verträglich­keit. Gegeben, wenn Daten ausgetauscht werden können beziehungs­weise verschiedene Komponenten miteinander funk­tionieren.

Komprimierung. Um die Dateigröße zu verringern, werden Dateien komprimiert. Ziel: weniger Speicher­platz, kürzere Über­tragungs­zeiten im Internet. Gängig: JPEG und LZW für Bilder, MPEG für Videos, ZIP beispiels­weise für Software und Texte.

Kontrast. Verhältnis zwischen hellstem und dunkelstem Wert eines Bildes. Ist der Kontrast gering, wirkt das Bild flau. Ist er hoch, wirkt das Bild hart.

L

Lasso. Werk­zeug in Bild­bearbeitungs­programmen, mit dem unregelmäßige Bild­teile relativ einfach ausgewählt werden können (damit Filter nur auf sie wirken oder sie in andere Bilder hinein­kopiert werden können).

Lazy-Battery-Effekt. Bezeichnet das Nach­lassen der Speicher­fähig­keit bei falsch behandelten NiMH-Akkus. Vergleich­bar dem Memory­effekt bei NiCD-Akkus.

LCD Liquid Crystal Display. Bild­schirm, bei dem durch eine angelegte Spannung die Kristall­struktur der einzelnen Bild­punkte verändert wird. Das Display ist nicht selbst­leuchtend, eine Licht­quelle hinter dem Display sorgt für die Helligkeit.

Licht­empfindlich­keit. Je höher die Licht­empfindlich­keit, desto weniger Licht benötigt eine Kamera, um Motive zu erfassen.

Lichter. Die hellen Töne im Bild, im Gegen­satz zu den Schatten.

Li-Ion. Lithium-Ionen-Akkus. Teure, bezogen auf die Kapazität besonders kleine und leichte Akkus.

Linienpaare. Linienpaare pro Milli­meter (lpmm). Maß für die Auflösung von Film und Objektiven. Gibt an, wie viele Linien neben­einander dargestellt werden. Klein­bild­filme kommen auf etwa 80 lpmm.

Lithium-Akkus (Li-Ion). Besonders leistungs­fähige Akkus. Vorteil: vergleichs­weise klein und leicht. Als Poly­mer­akku beliebig an Gehäuseform anpass­bar. Nachteil: Nur etwa 300 Ladungen. Temperatur­empfindlich.

Live-View. Bild­vorschau in Echt­zeit. Die Kamera gibt das Signal des Bild­sensors live auf den Bild­schirm oder elektronischen Sucher. Gut zum Einstellen von Schärfe und Belichtung.

Low-Key-Bild. Bild­gestaltung aus haupt­sächlich dunklen Bild­elementen. Gegen­stück: High-Key-Bild.

Luminanz. Die Helligkeit eines Pixels.

Luminanzrauschen. Helligkeits­schwankungen benach­barter Bild­punkte. Entstehen insbesondere bei langen Belichtungs­zeiten.

LZW. Nach seinen Erfindern Lempel, Zif und Welsh benanntes Verfahren zum verlust­freien Komprimieren von TIFF-Bildern.

M

Makro, Makro­aufnahmen. Formatfüllende Aufnahmen kleiner Fotomotive oder Details.

Makro­konverter, Makrolinse.Vorsatz­linse für die Aufnahme besonders kleiner Objekte.

Megabyte. 1024 Kilobyte (siehe Byte).

Megapixel. Angabe der von einem Bild­chip erfassten Bild­punkte. Errechnet aus der Zahl der Bild­punkte (Breite mal Höhe des Bild­chips – in Millionen Pixeln).

Mehr­feld­messung. Belichtungs- oder Entfernungs­messung auf mehreren Punkten des Bild­felds.

MS Memory­stick. Von Sony entwickelter Speicherchip (auch Duo und Pro).

Memory­effekt. Eigenschaft insbesondere von NiCd-, in geringem Maß auch von NiMH-Akkus. Sinkende Kapazität, wenn teil­ent­ladene Akkus nachgeladen werden. Akkus werden durch mehrere komplette Lade-/Entladezyklen wieder konditioniert.

Microdrive. Mini­fest­platte im Format einer Compact­Flash-Speicherkarte Typ II. Preis­wert, lang­sam und energiehung­rig.

Micro-Four-Thirds. (Micro 4:3) Bild­sensor­typ für Systemkameras von Olympus und Panasonic (ohne Spiegel). Kleinere Bild­fläche als bei APS-C. Seiten­verhältnis: 4:3.

Moiré. Störungen, wenn Bild­raster unterschiedlicher Auflösung über­einander gelegt werden. Etwa bei Digital­bildern am Monitor oder kleinkarierten Jacketts im Fernsehen.

MPEG. Motion Pictures Experts Group. Stan­dards für die Komprimierung von Videos, ähnlich der JPEG-Komprimierung bei Fotos.

MMC MultiMedia-Card. Speicherkarte. Beruht auf dem SmartMedia-Stan­dard. Anders als bei Compact Flash steckt die Steuerlogik bei der MultiMedia-Card nicht im Speicherchip, sondern in der Kamera.

N

NiCd. Nickel-Cadmium. Älterer Akku­typ. Kann kurz­zeitig sehr hohe Ströme abgeben, ist jedoch im Vergleich Li-Ion-Akkus relativ groß. Enthält giftiges Cadmium. Starker Memory­effekt.

Night­Frame. Für Nacht­aufnahmen mit Blitz. Infrarotdioden beleuchten das Motiv, sodass es im Sucher zu sehen ist.

NightS­hot. Nacht­aufnahmen ohne Blitz. Infrarotdioden beleuchten das Motiv.

NiMH. Preis­werter Akku­typ, jedoch anfäl­lig für den leistungs­mindernden Lazy-Battery-Effekt.

Normierte Brenn­weite. Auf die Größe des Bild­chips bezogene Angabe der Brenn­weite. Der Wert 1 entspricht dem normalen Sehfeld. Werte darunter markieren den Weitwinkel­bereich, darüber die Tele­brenn­weite.

O

Objektiv. Linsen­gruppen, die das Bild auf den Film oder einen Bild­chip projizieren. Sie werden nach Brenn­weite und Bild­eindruck einge­teilt (Makro-, Weitwinkel-, Normal-, Tele­objektiv) oder haben eine variable Brenn­weite (Zoom).

Optische Auflösung. Tatsäch­liche Auflösung, zum Beispiel bei einer Kamera.

P

Panorama­funk­tion. Die Kamera kombiniert mehrere einzelne Aufnahmen zu einer Panoramaauf­nahme. Siehe auch Schwenk­panorama.

Pict­bridge. Stan­dard für Direkt­druck auf einem Fotodru­cker ohne Umweg über einen PC.

PICT. Unter dem Betriebs­system MAC OS gebräuchliches Dateiformat für Bilder.

Pixel. Kunst­wort aus den eng­lischen Begriffen Picture und Element. Kleinstes Element eines digitalen Bildes.

Pixelzahl. Anzahl der Pixel auf einer bestimmten Fläche, zum Beispiel auf einem Fotochip.

Plug-In. Zusatz­programm, das zum Beispiel einem Bild­bearbeitungs­programm oder Internet­browser zu größerer Funk­tionalität verhilft (Quick­Time und Flash für Videos, Acrobat Reader für PDF-Dateien etc.).

Post­Script. Eine Programmier­sprache, unter anderem Stan­dard für die stets exakt gleiche Druck­ausgabe, unabhängig vom gewählten Gerät (Drucker, Plotter, Monitor).

Progressive JPEG. So komprimierte Bilder sind in der Daten­menge kleiner als normale JPEG-Bilder, und beim Surfen im Internet bauen sie sich mit wachsender Schärfe in mehreren Schritten auf – sofern der Browser dies unterstützt. Vorteil: schnel­lere Lade­zeit, schnel­lerer Seiten­aufbau.

PSD. Dateiformat des Bild­bearbeitungs­programms Photo­shop, bei dem die Bild­ebenen von Montagen für die spätere Weiterver­arbeitung separat gespeichert werden.

Q

Quick­Time. Von Apple entwickeltes Video-Dateiformat, das auch mit Wind­owsrechnern kompatibel ist.

R

Rausch­verhalten. Bild­rauschen ist unver­meid­bar, doch tritt es je nach Kamera und Belichtungs­situation mehr oder weniger stark auf. Das Rausch­verhalten beschreibt die Intensität des Bild­rauschens bei verschiedenen Situationen.

RAW. Rohdaten, unkomprimiertes Dateiformat für Bilder, mit viel Spielraum für spätere Bild­bearbeitung.

RGB. Rot, Grün, Blau – Grund­farben für die additive Farb­mischung zum Beispiel am Monitor und vor allem im menschlichen Auge.

S

Sättigung. Farb­intensität eines Bildes, auch eng­lisch Saturation genannt.

Scanner. Gerät zur Digitalisierung von gedruckten Informationen (Flachbetts­canner, Hand­scanner, Durch­zugscanner) oder Filmmaterial (Films­canner, Flachbetts­canner mit Durch­licht­einheit).

Schärfentiefe. Die Zone, inner­halb derer Objekte scharf abge­bildet werden. Wichtiges Stil­mittel, mit dem zum Beispiel bei der Porträtfotografie der unwichtige Hintergrund durch eine große Blenden­öffnung unscharf gehalten wird. Auch Tiefenschärfe genannt.

Scharfzeichnen. Ändern der Kontrast­unterschiede an Kanten im Bild. Wird als höhere Bild­schärfe wahr­genommen.

Schatten. Die dunklen Bild­bereiche im Gegen­satz zu den Lichtern.

Schlitz­verschluss. Verschluss zwischen Objektiv und Bild­sensor einer Kamera, bestehend aus Blech­streifen, die beim Ablauf einen fort­laufenden Streifen zum Belichten des Fotosensors frei­geben.

Schwarz­punkt. Der dunkelste Punkt eines Bildes im Gegen­satz zum Weiß­punkt.

Schwell­wert. Angabe, ab wann ein Filter wirken soll. Beispiel Scharfzeichnen: Wie hoch muss der Helligkeits­unterschied benach­barter Pixel sein, damit er weiter künst­lich verstärkt wird?

Schwenk­panorama. Die Kamera nimmt beim Schwenken auto­matisch mehrere Bilder auf und kombiniert diese zu einer Panoramaauf­nahme. Siehe auch Panorama­funk­tion.

SD. Speicherkartenformat. Heute sind SDHC-Karten gebräuchlich (eine Weiter­entwick­lung von SD). Einige Kameras sind bereits SDXC-kompatibel. SDXC-Speicherkarten speichern noch schneller noch größere Daten­mengen.

Sensor. Bei Kameras der Fühler für das Licht. Ein anderer Name für den Bild­wand­lerchip.

Sepia-Modus. Funk­tion, mit der ein mono­chromes Bild bräunlich verfärbt wird.

Serien­bilder. Mehrere Aufnahmen in kurzer Abfolge. Gut zum späteren Selektieren des perfekten Schnapp­schusses beispiels­weise bei bewegten Objekten, für die der Auto­fokus zu lang­sam ist (siehe Best-shot-selection).

SLR. Single Lens Reflex. Spie­gelre­flexkamera (siehe dort).

Software­lupe. Das Bild oder ein Teil des Sucher­bildes wird auf dem Kamera­bild­schirm oder dem Suchermonitor zum Vereinfachen der Fokussierung vergrößert dargestellt.

Speicherkarte. Kompaktes wiederbe­schreibbares Speichermedium in Form eines kleinen Kunst­stoff­chips. Die Kamera speichert darauf ihre Bilder. Die Speicherkarte lässt sich heraus­nehmen und durch eine neue ersetzen.

Spie­gelre­flexkamera. Systemkamera mit Wechsel­objektiven, optischem Sucher und Spiegel. Er lenkt das Bild in den Sucher, klappt vor dem Auslösen weg und gibt dem Licht so den Weg auf den Bild­sensor frei. Vorteil: Der Spiegel ermöglicht die Bild­kontrolle vor dem Fotografieren. Das Sucher­bild entspricht der späteren Aufnahme. Der Sucher reagiert auf Objektiv, Brenn­weite und einge­setzte Filter.

Spot­messung. Auto­fokus und/oder Belichtungs­automatik erfassen nur einen kleinen Bereich des Bildes. Hilf­reich zum Beispiel, wenn nahe Objekte das Scharf­stellen auf ein fernes Motiv erschweren oder Gegen­licht das Motiv über­strahlen könnte.

sRGB. Stan­dard RGB, genormtes Farb­profil bei Digitalkameras. Der Farbraum ist zwar kleiner als bei RGB, jedoch klappt die Abstimmung zwischen Digitalkameras und Druckern besonders gut.

Sucher. Vorrichtung am Foto­apparat oder an der Filmkamera, mit der ein Motiv anvisiert und der Bild­ausschnitt fest­gelegt werden kann.

Super-CCD. Bild­chip mit acht­eckigen Pixeln. Sonderformen: HR-Sensor (höhere Auflösung), SR-Sensor (größere Dynamik). Nachteil: etwas schwächere Auflösung diagonaler Strukturen.

Systemkamera. Kamera mit Wechsel­objektiven und vielen Einstell­möglich­keiten. Es gibt Systemkameras mit Spiegel (siehe Spie­gelre­flex) und ohne Spiegel (mit elektronischem Sucher). Systemkameras sind Teil eines fotogra­fischen Systems. Kamera­gehäuse, Objektive und Zubehör einer Marke sind austausch­bar. Vorteil: Die Foto­ausrüstung wächst mit den Ansprüchen und der tech­nischen Entwick­lung.

T

Tele­konverter. Verlängert die Brenn­weite eines Objektivs, verringert aber meist dessen Licht­stärke.

Thumbnail. Minidar­stellung gespeicherter Bilder, eng­lisch „Daumennagel“. Gut zur Voran­sicht einer Bilder­samm­lung.

Tiefenschärfe. Siehe Schärfentiefe.

TIFF. Tagged Image File Format. Dateiformat für die verlust­freie Speicherung von Digital­bildern. Nachteil: ergibt große Bild­dateien.

Treiber. Programm, mit dem Hard­ware (Drucker, Digitalkamera, Grafikkarte) für den Computer nutz­bar wird.

U

Universalkamera. Auch Bridge­kamera genannt. Digitalkamera für Kreative. Meist mit vielen Einstell­möglich­keiten für Belichtung, Blende, Empfindlich­keit und Weiß­abgleich. Bridge­kameras schlagen die Brücke zwischen Kompakt und System. Das Zoom­objektiv und die Aufnahme­technik verbindet sie mit den Kompakten, das Aussehen und die vielen Einstell­möglich­keiten mit der Systemkamera.

USB. Universal Serial Bus. Schnitt­stelle für den Anschluss von Zusatz­geräten wie Digitalkameras und Drucker an den Computer. Die aktuelle Version 2.0 über­trägt Daten mit einer Geschwindig­keit von bis zu 480 Megabit pro Sekunde.

V

Vergütung. Eng­lisch Coating. Oberflächenbe­hand­lung zur Vergütung von Objektiven. Verringert Abbildungs­fehler und Reflexe. Erhöht den Kontrast.

Verzeichnung. Bild­fehler von Objektiven. Gerade Linien werden am Bild­rand gebogen dargestellt. Ein Recht­eck wird tonnen- oder kissenförmig verzerrt.

Vignettierung. Abbildungs­fehler von Objektiven. Die Helligkeit fällt zu den Bild­rändern hin ab. Kann durch Abblenden verringert werden.

W

Weichzeichnung. Funk­tion im Bild­bearbeitungs­programm. Verringert die Schärfe. Schmeichelt Porträts und glättet Kanten.

Weiß­abgleich. Abstimmung eines Bildes auf die gerade herr­schende Farb­temperatur mit dem Ziel exakter Farb­wieder­gabe oder künst­lerischer Verfremdung.

Weiß­punkt. Der hellste Punkt eines Bildes im Gegen­satz zum Schwarz­punkt.

Weitwinkel-Konverter. Vorsatz­linse, die die Brenn­weite verkürzt.

X

xD. Speicherkartenformat.

Z

Zoom. Objektiv mit varia­bler Brenn­weite.

Zoom­faktor. Verhältnis zwischen größter und kleinster Brenn­weite bei einem Zoom­objektiv.

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