Haushalte mit Digital-TV sehen weniger fern als andere.
Mit der Digitalisierung des Fernsehens wächst auch die Programmvielfalt. So ist allein die Zahl der bundesweit verfügbaren Privatsender zwischen Sommer 2005 und 2006 von 95 auf 112 gestiegen, berichtet die staatliche Medienkommission KEK. Wer nun glaubt, mehr Programme bedeuten auch, dass mehr ferngesehen wird, könnte sich getäuscht sehen. Eine Studie der Uni Siegen kommt jedenfalls zum gegenteiligen Ergebnis: Demnach wird in digitalisierten Fernsehhaushalten mit gut zwei Stunden täglich fast eineinhalb Stunden weniger ferngesehen als beim Durchschnitt der Fernsehzuschauer. Erklärung der Forscher: Digitalgucker wählen ihr Programm gezielter aus, anstatt blindlings draufloszuzappen. Dabei sollen auch technische Neuerungen wie der elektronische Programmführer, abgekürzt EPG, oder Informationen aus dem Internet helfen. Auftraggeber der Studie war der Software-Anbieter Buhl Data Service, der unter anderem EPG-Dienste übers Internet anbietet.
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