26.01.2009

Digitaler Bilderrahmen: Günstig bei Netto

Digitaler Bilderrahmen Schnelltest

Die Netto-Supermärkte verkauften in der vergangenen Woche einen digitalen Bilderrahmen für 44,95 Euro. Klingt sehr günstig. Der Schnelltest klärt, ob der Bilderrahmen gute Bilder zeigt.

Auflösung schwach

Der Bilderrahmen von Netto ist erstaunlich billig: 44,95 Euro, mit 17-Zentimeter-Bildschirm. Digitale Bilderrahmen in dieser Größe kosten sonst meist über 100 Euro. Der Bildschirm von Netto hat allerdings nur eine Auflösung von 410 mal 234 Punkten. Das ist wenig. Gute digitale Bilderrahmen erreichen etwa Fernsehqualität. Sie liefern mindestens 720 mal 480 Punkte.

Brauchbare Bilder

Fernsehqualität erreicht der Bilderrahmen aus den Netto-Supermärkten nicht. Die Farben sind recht blass, der Farbraum ist klein, der Schwarzwert zu hell. Digitale Kameras nutzen meist den so genannten sRGB-Farbraum für ihre Aufnahmen. Der Bilderrahmen von Netto stellt aber nur einen Teil der Farben dar. Etwa 72 Prozent des sRGB-Farbraums. Einige Farbnuancen fehlen. Hochwertige Fotos wirken mitunter blass, unnatürlich oder hart. Bei Aufnahmen vom Handy fällt das weniger auf. Alles in allem zeigt der Bilderrahmen zumindest brauchbare Bilder.

Fotos direkt vom Handy

Höhere Auflösungen rechnet der Rahmen automatisch auf seine niedrige Auflösung um. Das funktioniert recht gut. Aus der Nähe wirken die Bilder allerdings pixelig. Von weitem betrachtet, ist das Bild annehmbar. Ein Pluspunkt für den Netto-Bilderrahmen ist seine Bluetooth-Funktion. Das Gerät empfängt damit Fotos direkt vom Handy und speichert sie ab. Unkompliziert, kabellos und schnell. Der Bilderrahmen speichert etwa 300 Bilder. Der integrierte Kartenleser liest außerdem Bilder von SD-Karten (auch SDHC). Die Verbindung zum PC erfolgt via Bluetooth oder Mini-USB.

Bilder von unten zu dunkel

Deutlich schlechter ist das Bild von unten betrachtet. Ein Effekt, der alle digitalen Bilderrahmen trifft. Die Aufnahmen erscheinen von unten zu dunkel. Wer den Bilderrahmen ins Hochformat dreht, dreht auch den Dunkeleffekt auf die Seite. Im Querformat ist der Blickwinkel von den Seiten aber annehmbar. Von oben auch.

Stecker ziehen spart Strom

Der eingebaute Helligkeitssensor kann den Bilderrahmen automatisch schalten. Im Dunkeln zeigt das Display dann die Uhrzeit an, bei Tages- oder Kunstlicht dagegen Bilder. Ein nettes Gimmick, aber nicht ganz billig. Im Uhrzeitbetrieb verbraucht der Bilderrahmen etwa 4 Watt, im Bildbetrieb 8,4 Watt und im Standbybetrieb noch 1,8 Watt. Einen Netzschalter gibt es nicht. Wer sparen will, muss das Netzteil aus der Steckdose ziehen.

Alternativen: 19 Digitale Bilderrahmen im Test

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