11.05.2012

Dampfgarer von Aldi: Günstig und gut

Wieder aufgelegt: Ein Dampfgarer für 29,99 Euro bei Aldi Nord, ab Montag, 14. Mai. Vor genau einem Jahr hatte Aldi den Dampfgarer schon einmal im Angebot. Damals hat die Stiftung Warentest Probe gekocht: Kartoffeln, Brokkoli und Lachs. Ergebnis des Schnelltests aus 2011: Der Dampfgarer von Aldi ist günstig und gut.

Bringt Aroma und Vitamine

Dampfgarer kochen schonend und gesund. Über heißem Wasserdampf gegartes Gemüse laugt nicht aus. Vitamine und Mineralstoffe bleiben weitgehend erhalten. Dämpfen bewahrt das Eigenaroma der Speisen. Gemüse schmeckt intensiv und besonders aromatisch. Dampfgarer können Beilagen zubereiten oder ganze Menüs. Selbst Fleisch wie Tafelspitz gelingt im Dampfgarer. Die Geräte eignen sich für alle Speisen, die kochen oder dämpfen sollen. Gedämpfter Fisch schmeckt ausgezeichnet. Bräunen und braten können Dampfgarer natürlich nicht.

Für Singles und Familien

Der Dampfgarer von Aldi besteht aus einem Dampfgerät und drei Garschüsseln mit gelochten Einlegeböden. Die Garschüsseln sind aus hochwertigem Kunststoff (Polycarbonat): transparent und hitzefest. Sie lassen sich einzeln aufsetzen oder übereinander stapeln. Alle drei Schüsseln zusammen fassen etwa 12 Liter. Das reicht für ein ganzes Menü für 4 Personen. Eine Schüssel allein taugt zum Eier kochen oder für eine Singleportion. Für Reis gibt es einen Extrabehälter ohne Löcher.

Kartoffeln für die Party

Die Tester starten zunächst mit Kartoffeln. Eine Standarddisziplin aus dem Dampfgarertest. Der Dampfgarer von Aldi dämpft die Knollen ohne Tadel. Mit und ohne Schale – ganz nach Belieben. Das Gerät bietet viel Platz: Gut zwei Kilo Kartoffeln passen in eine Schale. Hilfreich für große Gesellschaften und Partys. Sind alle Garschüsseln im Einsatz, brauchen die Kartoffeln in der obersten Schüssel allerdings länger. Das ist aber kein Problem. Die oberste Schüssel kommt nach Ende der Garzeit einfach noch mal solo für ein paar Zusatzminuten aufs Gerät. Merke: Die Garschüsseln sind stapelbar, passen aber auch einzeln auf das Gerät.

Spargel und Brokkoli perfekt

Nach den Kartoffeln steht Brokkoli auf der Speisekarte. Auch hier kann der Dampfgarer von Aldi punkten. Die Gebrauchsanleitung empfiehlt 400 Gramm Brokkoli und eine Garzeit von 15 bis 20 Minuten. Das Gerät schafft auch größere Mengen. Das Gemüse bleibt angenehm fest. Es schmeckt aromatischer als aus dem Kochtopf. Die Testleiterin schwört übrigens auf Spargel. Auch der gelingt im Dampfgarer ganz wunderbar.

Wassertank auffüllen

Zur Krönung gibt es im Test ein ganzes Menü: Kartoffeln, Brokkoli und Lachsfilet in einem Gang. Die Tester dosieren das Wasser absichtlich knapp. So läuft der Vorratsbehälter während der Garzeit leer. Beim Dampfgarer von Aldi ist das im Prinzip kein Problem. Das Gerät nimmt jederzeit neues Wasser an: Einfach über die Gerätegriffe einfüllen. Die Garschüsseln bleiben dabei aufgesetzt. Eine Anzeige auf der Vorderseite zeigt den Wasserstand. Soweit die Theorie. In der Praxis funktioniert das nicht: Die Anzeige beschlägt, sie lässt sich nicht mehr lesen.
Tipp: Füllen Sie den Wassertank maximal, bevor Sie den Dampfgarer anschalten. Dann müssen Sie nicht nachfüllen.

Handhabung passabel

In puncto Handhabung ist der Dampfgarer von Aldi passabel. Die Zeituhr könnte besser sein. Sie zeigt nur 10-Minuten-Schritte. Eine Skala für Zwischenwerte fehlt. Die Auffangschale für das Kondenswasser steckt ziemlich fest im Gerät. Wer sie gleich nach dem Kochen herausnimmt, verbrüht sich leicht die Finger.
Tipp: Lassen Sie das Gerät zunächst abkühlen.
Positiv: Die Garschüsseln sind spülmaschinenfest. Der Abwasch von Hand entfällt.

Spart keine Zeit

Nach den Lorbeeren für den Dampfgarer von Aldi folgt noch ein Wermutstropfen: Dampfgarer sparen keine Zeit. Sie kochen ohne Druck. Beim Dampfgaren zieht der heiße Dampf über die Speisen, kondensiert und läuft dann in eine Tropfschale oder entweicht über Öffnungen im Deckel. Druck entsteht nicht. Das Kochen im Dampfgarer geht deshalb nicht schneller als in einem normalen Kochtopf. Im Gegenteil. Der Dampfgarer braucht meist ein paar Minuten länger. Vorteil beim Dampfgarer: Er kann nicht überkochen. Einfach anschalten und wiederkommen, wenn das Gerät fertig ist.

Schneller kochen mit Druck

Wer Zeit sparen möchte, sollte einen Schnellkochtopf kaufen. Die kochen mit Druck und lassen den Dampf nicht entweichen. So entstehen höhere Temperaturen und das Kochen geht schnell. Nachteil: Der Koch muss mit Stoppuhr kochen. Ist die Kochzeit zu lang, zerfallen empfindliche Speisen im Dampfdruck. Dieses Problem gibt es beim Dampfgaren nicht. Dampfgarer kochen gesund, nicht aber schnell. Eine etwas längere Kochzeit schadet hier nicht.

Test: 15 Dampfgarer im Test
Lesen Sie mehr: Vitaminschonend Kochen

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