06.02.2013

Chat Reise online buchen: Antworten auf Ihre Fragen

Chat Reise online buchen Meldung
test-Experte Falk Murko und Finanztest-Expertinnen Birgit Brümmel und Simone Weidner.

Jeder Dritte bucht Flug, Hotel oder Pauschal­reise im Internet. Doch welches Reiseportal bietet guten Service? Stimmen Werbeaus­sa­gen wie „extrem service­orientiert“? Lohnt sich eine Rück­tritts­versicherung für den Fall, dass eine Reise kurz­fristig abge­sagt werden muss? Hier finden Sie die Antworten der Experten Falk Murko, Birgit Brümmel und Simone Weidner im Protokoll des Chats.

Die Top 3-Fragen

Moderator: Herz­lich will­kommen beim test.de-Expertenchat zum Thema Reise online buchen mit unseren Finanztest-Expertinnen Birgit Brümmel und Simone Weidner und dem test-Experten Falk Murko.

NeunmalKlug: Ich habe demnächst vor, einen längeren Urlaub zu tätigen. Allerdings weiß ich nicht welche Buchungs­portale wirk­lich zuver­lässig sind, mir quasi das beste Angebot anzeigen und nicht Provisionen kassieren will. Welche können Sie mir empfehlen?

Falk Murko: Wir haben im November 2012 neun Internet-Reiseportale getestet. Das Ergebnis ist insgesamt erfreulich, bis auf zwei, die im Service schlecht waren, das heißt E-Mail- und telefo­nische Anfragen wurden gar nicht oder unzu­reichend beant­wortet, es spricht nichts gegen eine Buchung bei allen übrigen getesten Anbietern. Drei waren gut: Lastminute.de, Travels­cout24.de und Travelchannel.de Die Reise­angebote sind übrigens bei allen Anbietern fast gleich, da sie alle vom selben „Groß­händler“ stammen. Es gibt also bei den Preisen keine Unterschiede, das trifft übrigens auch auf das Reisebüro zu, wo dieselben Reisen verkauft werden.

Moderator: ... hier die Top-2-Frage

petra68: Eine Frage zur Online-Buchung von Flügen: Ist es güns­tiger, über die Online-Angebot der Air­lines direkt zu buchen oder über Anbieter wie billigflieger.de? Hat man dieselben Rechte über die anderen Portale?

Falk Murko: Billigflieger.de ist ein Preis­vergleich, bei dem man nicht buchen kann. Wer hier die Preise vergleicht und sich für einen güns­tigen Anbieter entscheidet, wird per Mausklick weitergeleitet. Güns­tige Anbieter können Flugbörsen sein oder die Air­line direkt. Was letzt­lich güns­tiger ist, muss man im Einzel­fall prüfen. Ich würde empfehlen, immer zu checken, was der Flug bei der Air­line direkt kostet.

Moderator: ... und die Top-3-Frage:

teddytest: Brauche ich neben dem Versicherungs­schutz durch meine Mastercard Gold noch eine zusätzliche Reiser­ücktritts­kosten­versicherung?

Simone Weidner: Wir haben im Jahr 2011 in der Juli-Ausgabe Finanztest den Test „Kreditkarten: Vorsicht vor dem Reise­schutz“ veröffent­licht. Dabei haben wir fest­gestellt, dass der Schutz über die Kreditkarte meist nicht empfehlens­wert ist.

Birgit Brümmel: Einige Kreditkarten-Anbieter verlangen vom Kunden einen Selbst­behalt von bis zu 20 % und die Vertrags­bedingungen für die Reise­versicherungen bei den Kreditkarten sind oft veraltet. Die Versicherer dagegen haben viele der verbraucherunfreundlichen Klauseln durch bessere Regeln ersetzt. Orientieren Sie sich an unserem aktuellen Test unter test.de/reiseruecktritt.

Reiser­ücktritt­versicherungen

hb_x: Bis wann kann ich eine Rück­tritts­versicherung nach dem Buchen verschiedener Reise­leistungen bei verschiedenen Anbietern separat abschließen? Wie werden dabei verschiedene Reise­bausteine (z.B. Flug, Mietwagen, Unterkunft) für den Versicherungs­wert der Rück­tritts­versicherung zusammenge­rechnet? Besten Dank und Grüsse, H.B.

Birgit Brümmel: Die Versicherungs­summe muss dem Preis aller gebuchten Reise­leistungen entsprechen. Bei den meisten Versicherern ist ein Versicherungs­abschluss bis 30 Tage vor Reiseantritt möglich. Liegen zwischen Reise­buchung und Antritt nur noch wenige Tage, muss die Versicherung möglichst mit der Reise­buchung meistens spätestens 3 Tage nach der Buchung erfolgen.

G42: Sind bei einer Reiser­ücktritts­versicherung auch Familien­mitglieder versichert, die ihre Reise einzeln gebucht haben?

Simone Weidner: Ja, wenn Sie einen Familien­vertrag abge­schlossen haben, ist jede Reise eines einzelnen Familien­mitglieds im Rahmen der Versicherungs­summe versichert.

Verreisen mit Kindern

bae02hvh: Gibt es inzwischen Reiseportale, bei denen man die Endpreise für eine Familie mit Kindern vergleichen kann? Bisher erfolgte der Preis­vergleich immer anhand des Erwachsenenpreises, die Kinder­ermäßigungen fallen danach jedoch höchst unterschiedlich aus.

Falk Murko: Nach den Erfahrungen, die wir im Test gesammelt haben, gibt es das nicht. Der ange­zeigte Preis betrifft zunächst eine erwachsene Person. Erst wenn man weiterclickt, bekommt man den Gesamt­preis für die Familie. Da die Kinder­ermäßigungen unterschiedlich sind, ist der Preis­vergleich schwierig. Da die meisten Anbieter die gleichen Buchungs­systeme benutzen, befürchte ich, dass es zur Zeit noch keine besseren Preis­vergleichs­möglich­keiten für Familien gibt.

Hotels online buchen

Asarine: Stimmt es, dass Hotel­buchungs­portale wie Mono­polisten handeln? Stimmt es, dass die Hotel­buchungs­portale den Hoteliers verbieten, nebenher privat Zimmer zu vergeben, nur um den Hotelier zu zwingen, eine Provision zu zahlen, auch wenn der Gast direkt ins Hotel kommt?

Falk Murko: So stimmt es nicht, aber es steckt etwas Wahres dahinter: Große Hotel­buchungs­portale nutzen ihre Macht, indem sie die Hotels vertraglich dazu verpflichten, über keinen anderen Buchungsweg einen güns­tigeren Preis anzu­bieten. Außerdem verlangen große Buchungs­portale immer höhere Provisionen.

ANDY: Ist OLOTELS.COM ein seriöses Reiseportal? Ich habe dort 2 Über­nachtungen in Miami gebucht und habe aber nicht so das recht Vertrauen....

Falk Murko: Getestet haben wir olotels nicht, es ist ein Hotel­buchungs­portal mit Firmensitz in Hong­kong. Im Internet gibt es meist positive Erfahrungen mit diesem Anbieter, grund­sätzlich spricht wohl nichts gegen ihn. Wenn es allerdings Probleme gibt, ist der Gerichts­stand in Hong­kong schwierig...

Selbst­behalt

Moderator: Hier eine aktuelle Frage:

teddytest: Sind die Reiser­ücktritts­kosten-Versicherungen, die von den Vermitt­lern angeboten werden güns­tiger als ein Abschluss unmittel­bar bei den entsprechenden Versicherern?

Birgit Brümmel: Nein, das kann man nicht so sagen. Auf den ersten Blick mag es so erscheinen, allerdings wird auf den Reiseportalen beim Abschluss einer Versicherung meist ein Selbst­behalt vereinbart. Vergleich­bare Tarife der Versicherer haben in der Regel den gleichen Preis.

hgmues: Warum gilt die Regel nach § 312 g Abs. 2 BGB, nach der der Unternehmer die wesentlichen Merkmale einer Leistung klar und verständlich in hervorgehobener Weise angeben muss, bevor der Verbraucher durch Drücken der Bestätigungs­taste den Vertrag bucht, nach Abs. 2 Satz 2 für die Vermitt­lung einer Rück­tritts-Voll­schutz­versicherung nicht? Das führt dazu, dass diese Versicherung im Reise­vertrag „ohne SB“ bestätigt und erst in der danach zugesandten Police kaum bemerkt klein­gedruckt “mit SB“ angegeben wird und dann erst im Beiblatt mit 20%!

Simone Weidner: Tatsäch­lich ist auf den ersten Blick häufig nicht erkenn­bar, ob es sich um einen Tarif mit oder ohne Selbst­behalt handelt. Deshalb: Vor Abschluss der Versicherung unbe­dingt einen Blick in das Produkt­informations­blatt oder in die Versicherungs­bedingungen werfen. Sie können sich natürlich auch an unserem aktuellen Test test.de/reiseruecktritt orientieren. Explizit weisen wir Tarife mit und ohne Selbst­behalt aus.

Zum Vermittler oder direkt zum Anbieter?

Moderator: ... und noch eine aktuelle Frage:

LuiseM: Macht es Sinn eine Reiser­ücktritts­kosten­versicherung direkt bei der Buchung beim jeweiligen Veranstalter abzu­schließen oder ist es ratsamer Tarife zu vergleichen?

Birgit Brümmel: Die Versicherungs­tarife auf den Reiseportalen sind meistens gut, leider bekommen Sie immer nur ein Angebot mit Selbst­behalt. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie bei einer Reisestornierung möchten, dass der Versicherer die Storno­kosten komplett bezahlt. Dann empfiehlt sich ein Tarif ohne Selbst­behalt, den Sie direkt beim Versicherer abschließen sollten.

viel­fliegerin: Hallo, Sie schreiben im Test Reiseportale, dass der Versicherungs­schutz teil­weise voreinge­stellt war. Soweit ich weiß, ist das nicht mehr der Fall. Es gab ein Urteil dazu. Können Sie das bestätigen?

Falk Murko: Gesetzlich verboten ist diese Praxis schon lange, nur haben sich einige Veranstalter nicht daran gehalten, bzw. halten sich bis heute nicht daran. Die 9 getesteten Portale verzichten darauf, während der Test­phase war das aber noch nicht bei allen der Fall.

Buchen in Reisebüros

Moderator: ...und noch eine aktuelle Frage:

Globetrotter: Ist das Buchen in einem Reisebüro (immer) teurer als über das Internet? Lohnt sich der Gang in ein Reisebüro vor Ort über­haupt noch?

Falk Murko: Die Reise­angebote im Internet und im Reisebüro sind weit­gehend identisch, deshalb gibt es auch keine Preis­unterschiede. Wer eine persönliche Beratung wünscht, ist im Reisebüro völlig richtig und muss nicht fürchten, dass er für die Reise dort mehr bezahlt. Die persönliche Suche im Internet hat den Vorteil, dass man wirk­lich intensiv nach güns­tigen, guten Reisen suchen kann und vielleicht ein Schnäpp­chen findet, das das Reisebüro über­sehen hat.

donau­welle: Meine Frage: Habe ein Schreiben von der Versicherung bekommen, dass meine Reiser­ücktritts­versicherung nun nach fünf Jahren ausläuft und habe ein Angebot für eine neue Versicherung bekommen. Habe die Rück­tritts­versicherung vor fünf Jahren mal bei der Buchung einer Pauschalreise in die Türkei abge­schlossen. Es handelt sich um einen Jahres­vertrag. Ich dachte, der läuft auto­matisch jahre­lang weiter?

Simone Weidner: Generell läuft ein Jahres­vertrag auto­matisch unbe­fristet weiter, wenn er nicht von Ihnen gekündigt wird. Eine Ausnahme gibt es für Jahres­policen, die Onlineportale oder Reisebüros vermitteln. Sie enden auto­matisch nach 5 Jahren Lauf­zeit. Das ist in der EU-Vermitt­lerricht­linie, die seit 2007 gilt, fest­gelegt. Für Verträge, die Sie direkt beim Versicherer abschließen, gilt die 5-Jahres-Frist nicht.

Felix: Wir (Ehepaar) haben einen Reiser­ücktritts­versicherungs-Jahres­vertrag, der auto­matisch weiterläuft (Zurich-Versicherung). Meine Frau ist 70 geworden, jetzt werde ich 70 – muss ich eine Änderung vornehmen oder muss der Versicherer sich melden?

Birgit Brümmel: Das Lebens­alter ist für Neuabschlüsse relevant. Wenn Sie einen Jahres­vertrag haben und älter werden, müssen Sie selbst nichts unternehmen. Es kann aber sein, dass Sie Post vom Versicherer bekommen und dieser für eine Vertrags­verlängerung den Preis erhöht – dann haben Sie ein Sonderkündigungs­recht.

Flüge umbuchen

Moderator: ...und noch eine aktuelle Frage:

Reiseguru: Ich habe bei Flüge.de einen Flug gebucht und möchte kurz­fristig umbuchen. Allerdings ist mir nicht klar wer zuständig ist: das Reiseportal oder die Fluggesell­schaft?

Falk Murko: Grund­sätzlich müssen Sie sich an die Stelle wenden, bei der Sie den Flug gebucht haben. Da dies ein Reiseportal ist, kann es passieren, dass die Umbuchungs­gebühren doppelt anfallen: einmal für das Portal und einmal für die Fluggesell­schaft.

GHWuns­torf: Nach der Online-Flug­buchung wurden mehr­fach von der Fluggesell­schaft die Abflug­zeiten (sowohl am Start- als auch am Ziel­ort) geändert. In der Regel so ungünstig, dass die Abflug­zeit wesentlich später, der Rück­flug früher erfolgte als gebucht. Damit geht nicht nur wert­volle Urlaubs­zeit verloren, hat auch Auswirkungen auf Folge­verträge (z.B. Mietwagen). Welche Abweichungen muss ich als Kunde akzeptieren, wann kann Regress­anspruch erfolgen bzw. der Flug storniert werden?

Falk Murko: Zunächst kommt es darauf an, ob es sich um einen reinen Flug oder um eine Pauschalreise handelt. Die Rechts­lage ist sehr unterschiedlich. Bei Flügen inner­halb Europas haben die Passagiere umfang­reiche Rechte. Ausführ­lich informieren können Sie sich darüber unter test.de/fluggastrechte. Wenn es sich um eine Pauschalreise handelt, ist es etwas schwieriger: Dann muss der Reisende gewisse Flug­änderungen hinnehmen, es darf allerdings kein ganzer Urlaubs­tag dafür verloren gehen. Und vor allen Dingen: An- und Abreis­etage gelten in der Regel nicht als Urlaubs­tag. Dies muss aber im Klein­gedruckten der Veranstalter ausdrück­lich geregelt sein.

Gründe für den Reiser­ücktritt

kopf­rechnerin: Wenn­gleich das Thema Schwangerschaft auf den ersten Blick wie selbst­verständlich zu den versicherten Gründen für einen Reiser­ücktritt bei Ihrem Testsieger zählt, so lohnte doch der Anruf bei der Würzburger. Dabei klärte man mich auf, dass dies lediglich für den Fall der Fest­stellung einer vormals nicht bekannten Schwangerschaft gelte. Bei bestehenden Schwangerschaften gelten nur Früh­geburten bzw. Schwanger­schafts­abbrüche als Gründe. Können Sie mir einen alternativen Versicherer nennen? Danke!

Birgit Brümmel: Hier handelt es sich offen­bar um ein Miss­verständnis. Wegen der Schwangerschaft an sich können Sie natürlich nicht zurück­treten, wenn Sie zum Zeit­punkt der Reise­buchung bekannt war. Wenn aber während einer regelrecht verlaufenden Schwangerschaft Komplikationen auftreten, ist dies natürlich auch versichert. Dann handelt es sich um eine unerwartete schwere Erkrankung, die einen Rück­tritt recht­fertigt.

Moderator: ...und eine aktuelle Frage:

München: Ich habe von der Versicherung bei einem Reiser­ücktritt die Stornierung des Mietwagens nicht ersetzt bekommen. Begründung: Gebühren für eine Stornierung sind keine Storno­kosten. Ist das korrekt?

Simone Weidner: Ja, das ist ein Problem. In den meisten Bedingungen besteht kein Versicherungs­schutz für Bearbeitungs­gebühren für eine Stornierung.

Birgit Brümmel: Versichert ist nur die gebuchte Leistung, also der Preis, den Sie für die gebuchte Leistung zahlen. Nicht versichert sind Kosten, die im Nach­hinein in Rechnung gestellt werden und daher nicht versichert waren. Die meisten Versicherer schließen solche nach­träglich gestellten Storno­gebühren in ihren Bedingungen ausdrück­lich aus.

Simone Weidner: In der Finanztest-Ausgabe 02/2013 wird ein ähnlicher Fall beschrieben.

Höhere Gewalt

K. Ast: Wie ist das bei Streiks, Unwettern, höhere Gewalt usw. Wann kriegt man sein Geld zurück, wann braucht man eine Versicherung?

Falk Murko: Bei höherer Gewalt trägt der Flug­gast das Risiko. Aber mitunter ist strittig, was als höhere Gewalt bezeichnet wird, das müssen dann die Gerichte entscheiden.

Simone Weidner: Auch Rück­tritts­versicherer springen in der Regel nicht ein. Etwas anderes gilt bei Elementar­ereig­nissen wie Erdbeben. Die Erstattungs­summen sind aber oft begrenzt, zum Beispiel auf 5 000 Euro.

Birgit Brümmel: Eine gute Rück­tritts­versicherung tritt meist bei folgenden Gründen ein: schwerer Unfall, Tod von nahen Angehörigen, unerwartete schwere Krankheit, schwerer Schaden am Eigentum, Arbeits­platz­verlust.

Miesen­heimer: Wie ist das mit Ländern wie Ägypten, Tunesien und anderen potenziell unruhigen Regionen. Wann zahlt die Rück­tritt­versicherung? Danke.

Birgit Brümmel: Wenn es eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die jeweilige Region gibt, zahlt in der Regel der Reise­ver­anstalter den Reise­preis zurück. Die Versicherung springt hier nicht ein (siehe oben).

Versicherungen im Paket

ana: Gibt es gute Rund­umver­sicherungen? (Rück­tritt, Auslands­kranken­schutz, Gepäck)?

Simone Weidner: Diese Rund­umver­sicherungen, die im Paket angeboten werden, haben wir nicht getestet. Den Abschluss solcher Pakete empfehlen wir eigentlich nicht, da sie intrans­parent sind und man möglicher­weise einzelne Aspekte bereits anderweitig versichert hat. Auf unserer Internetseite finden Sie alles rund um Reise­versicherungen unter test.de/reiseversicherungen.

Moderator: ...und noch eine aktuelle Frage:

Globetrotter: Brauche ich heut­zutage über­haupt noch eine Reisege­päck­versicherung oder zahlt bei Beschädigung oder Verlust des Gepäcks die Air­line?

Simone Weidner: Eine Reisege­päck­versicherung brauchen Sie nicht unbe­dingt. In der Praxis erweist es sich für viele Kunden als schwierig, über­haupt Geld vom Versicherer zu bekommen. Das belegen auch viele Gerichts­urteile. Aber ein Infodokument über die Preise und Leistungen finden Sie unter test.de/reisegepaeck.

Falk Murko: Bei Verlust und Beschädigung muss man Ansprüche an die Air­line stellen. Die gesetzlich garan­tierten Beträge, die man dafür bekommt, sind allerdings nicht sehr hoch. Wert­volle Gegen­stände sollte man entweder mit ins Hand­gepäck nehmen oder versichert aufgeben.

Moderator: Kommen wir zu unserer letzten Frage im heutigen Chat.

N. Deeks: Warum werden bei einigen Portalen die Gesamt­preise erst am Ende ange­zeigt und sind beträcht­lich höher?

Falk Murko: Grund­sätzlich sind die Anbieter gesetzlich verpflichtet, sofort Endpreise anzu­zeigen. Es gibt aber Ausnahmen. Bei der Flug­buchung können variable Kosten zum Beispiel für Gepäck später hinzugefügt werden, sie müssen allerdings angekündigt werden.

Moderator: Die Chat-Zeit ist auch schon fast um: Wollen Sie noch ein kurzes Schluss­wort an die User richten?

Simone Weidner: Vielen Dank, es hat Spaß gemacht. Und: Augen auf beim Reisekauf

Moderator: Das waren 60 Minuten test-Expertenchat. Vielen Dank an die User für die vielen Fragen, die wir aus Zeitgründen leider nicht alle beant­worten konnten. Vielen Dank auch an Birgit Brümmel, Simone Weidner und Falk Murko, dass Sie sich die Zeit für die User genommen haben. Das Chat-Team wünscht allen noch einen schönen Tag.

Weitere Informationen:
...Test Internet-Reiseportale
...Test Reiserücktrittsversicherung auf Portalen und direkt beim Versicherer

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