26.03.2009

Butter: Jede Vierte „mangelhaft“

Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 35 ungesalzene Buttermarken, davon 21 mildgesäuerte, 7 Süßrahmbutter- und 6 Sauerrahmbutter-Marken und eine laktosefreie Butter. 11 Produkte sind Bio-Butter.

Einkauf der Prüfmuster: Mai/Juni 2008.

Preise: Anbieterbefragung im August 2008.

Alle Ergebnisse und Bewertungen beziehen sich auf Proben mit dem jeweils angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD).

Abwertungen

Das test-Qualitätsurteil konnte maximal eine halbe Note besser sein als die sensorische Beurteilung. War Streichfähigkeit „ausreichend“ oder schlechter, wurde das test-Qualitätsurteil um eine halbe Stufe abgewertet. Bei „mangelhafter“ Bewertung in mikrobiologischer Qualität oder Deklaration konnte das test-Qualitätsurteil nicht besser sein.

Sensorische Beurteilung: 40 %

Am Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) prüften fünf geschulte Prüfpersonen Aussehen, Geruch, Geschmack und Textur in Anlehnung an DIN 10455 „Sensorische Prüfung von Butter“ beziehungsweise an Methode 99 C der International Dairy Federation (IDF). Auffällige Produkte wurden mehrmals verkostet.

Streichfähigkeit (Härte): 15 %

Bestimmt gemäß Methode der Amtlichen Sammlung von Untersuchungsverfahren (ASU), § 64 Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB).

Mikrobiologische Qualität: 15 %

Geprüft wurden jeweils drei Prüfmuster pro Marke am MHD. Gemäß ASU-Methoden bzw. Verfahren der International Organization for Standardization (ISO) wurden untersucht: coliforme Keime, Escherichia coli, Listeria monocytogenes, Bacillus cereus, Salmonellen, Hefen, Schimmelpilze, die Keimzahl bei Süßrahm- und die Säurebildner bei mildgesäuerter und Sauerrahmbutter.

Schadstoffe: 10 %

Wir prüften auf persistente chlorierte Pestizide und polychlorierte Biphenyle gemäß DIN-Verfahren sowie auf niedrigsiedende Halogenkohlen­wasserstoffe gemäß ASU-Methode.

Verpackung: 5 %

Zweckmäßigkeit, Öffnen, Entnehmen, Materialkennzeichnung und auch die Recyclinghinweise wurden geprüft.

Deklaration: 15 %

Überprüfung auf die lebensmittelrechtlichen Kennzeichnungsvorschriften. Außerdem wurden die Empfehlungen zur Verwendung und Lagerung, die Werbeaussagen, Lesbarkeit und Übersichtlichkeit der Angaben sowie die Nährwertkennzeichnung bewertet.

Sonstige Untersuchungen

Bestimmung gemäß ASU-Methoden: Wassergehalt, fettfreie Trockenmasse, Wasserverteilung, pH-Wert im Butterserum, Fremdfett, Sterine (Cholesterin, Beta-Sitosterin, Stigmasterin) und Karotinoide. Der Fettgehalt und der physiologische Brennwert wurden berechnet. Die Fett­säurezusammensetzung wurde gemäß DIN/ISO-Methode bestimmt, die Buttersortenüberprüfung erfolgte gemäß DIN-Entwurf. Diacetyl wurde per Headspace-Gaschromatografie gemessen.

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