Ende Oktober kam Avatar 3D in den Handel. Auf Blu-ray. Wer die farbenprächtigen Landschaften, üppigen Urwälder und fantastischen Tiere zum Greifen echt erleben möchte, braucht einen 3D-fähigen Fernseher – und einen Blu-ray-Spieler. Die Stiftung Warentest hat 14 Blu-ray-Spieler getestet. 11 sind 3D-fähig. Ergebnis: Alle liefern sehr gute Bilder und über HDMI sehr guten Ton. Beim Abspielen von CDs und DVDs, beim Surfen im Internet und bei der Einbindung ins Heimnetzwerk unterscheiden sich die Geräte jedoch.
Blu-Ray-Spieler 11/2012
- LG BP 420
- LG BP 620
- Panasonic DMP-BD77EG-S
- Panasonic DMP-BDT220
- Philips BDP3300/12
- Philips BDP7700/12
- Pioneer BDP-150-K
- Samsung BD-E5500
- Samsung BD-E6100
- Sony BDP-S490
- Sony BDP-S790
- Toshiba BDX2300KE
- Toshiba BDX4350KE
- Yamaha BD-S473
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3D-Filme gibt es nur auf Blu-ray
Blu-ray steht für blauer Strahl. Gemeint ist der blaue Lichtstrahl des Lasers. Seine kurze Wellenlänge erlaubt eine hohe Datendichte auf der Scheibe. Blu-rays bieten Platz für HD-Bilder, 3D-Material und hochwertigen Ton. Neben dem blauen Laser haben Blu-ray-Spieler auch einen roten. Der ist langwelliger und spielt herkömmliche DVDs und CDs ab. Niemand muss also seine DVD-Sammlung entsorgen. Gegenüber einer Blu-ray ist die DVD allerdings deutlich im Nachteil: Der rote Strahl schafft bei Filmen nur Datenmengen bis zu einer Auflösung von 720 x 576 Pixel. Moderne Fernseher bieten jedoch 1 920 x 1 080 Pixel. Die übrigen Bildpunkte füllt der Blu-ray-Spieler selbstständig mit Inhalten. Die meisten Geräte im Test machen das gut oder sehr gut. Nur beim Yamaha erscheinen bei DVD-Wiedergabe weniger Details und verschwommene Kanten.
Blu-ray-Spieler bieten Internetzugang
Wer keinen Smart-Fernseher besitzt, gelangt per Blu-ray-Spieler ins Internet. Philips BDP7700/12, Sony BDP-S490 und Sony BDP-S790 ermöglichen unbegrenztes Surfen im Internet. Sie bieten auch zahlreiche vorinstallierte Apps zu Diensten wie Picasa, Tagesschau und Onlinevideotheken. Starker Kontrast: Auf Panasonic DMP-BD77EG-S und Yamaha BD-S473 finden Zuschauer lediglich Apps zu Youtube. Für alle Blu-ray-Spieler gilt genauso wie für Smart-Fernseher: An die Geschmeidigkeit moderner Notebooks und Tablet-PCs reichen sie nicht heran. Internetseiten laden deutlich länger. Die Eingabe von Adressen und Suchbegriffen über die Fernbedienung tötet Nerven. Erste Alternative: Philips BDP7700/12 und Samsung BD-E6100 unterstützen Maus und Tastatur. Zweite Alternative für Besitzer eines Smartphones oder Tablet-PCs: Für die meisten Blu-ray-Spieler gibt es Fernbedienungs-Apps mit virtueller Tastatur. Diese Apps bieten manche Zusatzfunktion: Gelungen ist die Empfangen- und Senden-Funktion der Sony-App. Sie überträgt Webseiten vom Smartphone über den Blu-ray-Spieler zum Fernseher. Die Philips-App sendet Bilder und Videos vom Heimnetzwerk zum TV.
Anbieter geizen mit Formaten
Blu-ray-Spieler bringen auch Videos und Musik aus dem Internet auf den Fernseher. Allerdings nur in ausgewählten Formaten. Von den Dateitypen im Test spielt der Panasonic DMP-BDT220EG gerade vier für Video und drei für Audio ab. Der Samsung BD-E5500 akzeptiert Audiodateien nur in MP3 und WMA. Grund des Geizes: Für viele Formate müssen Hersteller Lizenzgebühren zahlen. Philips gibt sich spendabel: Der BDP7700/12 spielt 23 Video- und 7 Audioformate.
4K-Spieler rechnen nur HD-Filme hoch
Zwei Spieler im Test werben mit 4K, der vierfachen HD-Auflösung: Philips BDP7700/12 und Sony BDP-S790. Tatsächlich rechnen sie nur HD-Material auf 4K hoch. Ein Marketing-Gag. Die gleiche Funktion werden 4K-Fernseher künftig ohnehin bieten. Derzeit aber gibt es weder Fernseher, die Videos in 4K-Auflösung anzeigen, noch in 4K gedrehten Filme.
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