21.12.2010

Blauer Engel: Nun auch für Schuhe und Textilien

Schuhe und Textilien können künftig das Umweltzeichen „Blauer Engel“ erhalten. Darüber hat das Bundesumweltministerium informiert. Voraussetzung: Die Textilien und Schuhe müssen aus gesundheits- und umweltfreundlicher Produktion stammen. test.de informiert.

Umwelt- und Sozialstandards

Hersteller, die für ihre Schuhe und Textilien den Blauen Engel beantragen, müssen hohe ökologische und soziale Richtlinien erfüllen. Nach Angaben des Bundesumweltministeriums muss der Produzent nachweisen, woher seine Rohstoffe und Materialien stammen, bei der Herstellung auf gesundheitsbelastende Chemikalien, Hilfs- und Farbmittel verzichten sowie bestimmte Umweltkriterien bei Abwässern und Abluft einhalten. Neu hinzugekommen sind festgelegte Sozialstandards. Sie orientieren sich an den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Das bedeutet beispielsweise: In den Fabriken der Hersteller sind Kinder- und Zwangsarbeit ebenso verboten wie Diskriminierungen der Arbeitnehmer aufgrund von Rasse, Herkunft oder etwa Glauben. Gewerkschaftsgründungen und -arbeit müssen erlaubt sein.

Blauer Engel bietet Orientierung

Weitere Produktgruppen, die künftig den Blauen Engel tragen können: Brennholz in Form von Pellets und Hackschnitzeln sowie emissionsarme, sprich gesundheitlich unbedenkliche Unterlagen unter Laminat -, Parkett- und Teppichböden. Der Blaue Engel kennzeichnet Produkte, die im Vergleich zu anderen ähnlichen Produkten und Dienstleistungen umwelt- und gesundheitsschonender sind. Käufer können sich daran orientieren. Rund 11 500 Produkte und Dienstleistungen tragen bereits das Umweltzeichen.

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