03.03.2006

Bildbearbeitung: Mit jedem Klick besser

Bildbearbeitung Test

Seit der Erfindung der digitalen Fotografie sind schlechte Fotos kaum noch ein Thema. Zu dunkel, zu hell, zu verschleiert, zu bunt: Programme zur Bildbearbeitung bügeln solche Fehler aus. Sie geben rot geblitzten Augen die natürliche Farbe zurück, verwalten die Bilder auf der Festplatte und brennen die Aufnahmen als Fotoshow auf DVD. Kommerzielle Programme bestechen durch viele Funktionen, kostenlose Software durch ihren Preis. Im Test: Software zur Bildbearbeitung. test.de zeigt die besten Programme.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Bildbearbeitung

Testsieger Photoshop Elements

Das beste Bildbearbeitungsprogramm im Test heißt Adobe Photoshop Elements 4.0 (siehe Foto). Die kleine Schwester der Profisoftware Photoshop besticht durch die vielen Funktionen und eine fast perfekte Bildverwaltung. Das Programm erfasst alle Bilder auf der Festplatte und wertet deren Metadaten aus. Dazu gehören beispielsweise Kamera, Belichtungszeit und Datum. Photoshop Elements kann nach einzelnen Fotos suchen und die Aufnahmen anhand der Metadaten sortieren. Auch in der Bildbearbeitung ist das Programm top.

Diashow mit Ton

Photoshop Elements bietet gute Automatiken, etwa zur Reduktion roter Augen. Die 1-Klick-Optimierung ist je nach Bild unterschiedlich wirksam. Das Programm ist übersichtlich aufgebaut, bietet sehr gute Hilfefunktionen und eine ausgereifte Kompression für Bilder im Jpeg-Format mit besonders geringen Qualitätsverlusten. Auch Diashows und digitale Fotoalben sind mit Photoshop Elements kein Problem. Die Software kann Diashows vertonen und direkt auf Video-CD brennen. Fazit: Rundum empfehlenswert. Einzige Schwächen: Photoshop Elements startet recht langsam, läuft nur unter Windows XP und ist vergleichsweise teuer. Preis: 90 Euro.

Paint Shop nah an Photoshop

Fast ebenso gut wie der Testsieger - aber noch etwas teurer - ist Paint Shop Pro in der Version 10. Die ursprünglich von Jasc Software entwickelte Bildbearbeitung ist inzwischen von Corel übernommen worden. Das Programm kostet knapp 100 Euro und punktet vor allem bei der Vielseitigkeit. Die manuellen Funktionen zur Farb- und Kontrastverbesserung sind top. Beste Handhabung und gute Hilfe. Nur die Funktionen zur Bildverwaltung sind mau. Corel löst das Problem mit einem Zusatzprogramm. Das heißt Photo Album und befindet sich mit auf der Paint Shop CD. Das Zusatzprogramm muss der Benutzer separat installieren. Es lohnt sich: Photo Album bringt die wichtigen Archiv- und Verwaltungsfunktionen, die bei Paint Shop fehlen.

Zweimal befriedigend = einmal gut

Ähnlich leistungsfähig wie die beiden Top-Programme, aber nicht ganz so komfortabel, ist die Kombination von zwei Freeware-Programmen: Google Picasa 2.1 und The Gimp 2.2.9 oder Paint.NET 2.5. Alle drei Programme gibts kostenlos zum Download im Internet. Einzeln sind die Programme nur befriedigend. Doch die Kombination macht sie besser: The Gimp und Paint.NET bieten gute Bildbearbeitungsfunktionen, Google Picasa überzeugt bei der Bildverwaltung. So wird aus zwei befriedigenden Programmen ein gutes Paket. Mit Google Picasa sind auch Diashows möglich. Die Bildbearbeitung The Gimp gibt es nicht nur für Windows sondern auch für Linux und Mac OS.

Bildbearbeitung lohnt sich

Für Amateuerfotografen mit hohen Ansprüchen lohnt sich die Investition in eine gute Bildbearbeitung allemal. Neben den Testsiegern von Adobe und Corel stehen fünf gute Programme zur Wahl. Besonders vielseitig ist die Bildbearbeitung von Ulead PhotoImpact 11. Preis: 100 Euro. Preisgünstig und gut sind die Programme Zoner Photo Studio 7 (40 Euro) und Magix Digital Maker 2006 (29 Euro). Noch billiger und gut für Einsteiger geeignet ist die Roxio PhotoSuite 7 für 25 Euro: Beste Menüführung und Hilfefunktion im Test. Mehr Details zu den Programmen unter Komplett + interaktiv und in der Ausstattungsliste.

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