04.02.2011

Bildbearbeitung: Die besten Programme

Bildbearbeitung Test

Nicht jedes Foto gelingt perfekt: Schiefer Horizont, falsche Belichtung, rote Augen. Nachbessern ist angesagt. Oder: Wie finde ich unter Tausenden Fotos der Hochzeits-DVD die, auf denen beide Brautleute zu sehen sind? Bildbearbeitungspakete versprechen Lösungen. Im Test: kostenpflichtige und Gratisprogramme.

Bildbearbeitungssoftware 2/2011

  •  Gimp 2.6.11
  •  Paint.net 3.5.6
  • ACD Systems ACDSee Pro 3
  • Adobe Photoshop Elements 9
  • Computerinsel PhotoLine Version 16
  • Corel PaintShop Photo Pro X3 Ultimate
  • Google Picasa 3.8
  • Magix Foto Premium 10
  • Serif PhotoPlus X4
  • Zoner Photo Studio 12 Free
  • Zoner Photo Studio 12 Professional

Auto­matik: Bilder optimieren mit einem Klick

Wer Bild­bearbeitung nicht als Hobby betreibt, ist dank­bar, wenn die Software ihm möglichst viel abnimmt, die Bilder also auto­matisch optimiert. Im Test hier am besten: Photo­shop Elements. Aber auch die auto­matische Optimierung von ACDSee, Corel Paint Shop Photo Pro, Magix Foto Premium und Zoner Photo Studio Pro sowie die der kostenlosen Programme Google Picasa und Zoner Photo Studio Free liefert gute Ergeb­nisse auf einen Klick. Anders das quell­offene Programm Gimp: Das Ergebnis der voll­automatischen Bild­optimierung erinnert hier zuweilen eher unfreiwil­lig an expressio­nistische Farben­spiele.

Manuelle Bearbeitung: von üppig bis rudimentär

Wenn das Ergebnis der Auto-Optimierung nicht über­zeugt oder komplexere Bild­ver­änderungen anstehen, muss der Fotofreund die Bilder manuell bearbeiten. Das klappt am besten mit Photo­shop Elements, Corel Paint Shop Photo Pro und Zoner Photo Studio Professional. Bei Google Picasa sind die Möglich­keiten zur manuellen Bild­bearbeitung dagegen nur sehr rudimentär. Einzige Ausnahme: Picasa bietet die beste Funk­tion zum Entfernen roter Augen bei Blitzlicht­aufnahmen.

Gesichter auto­matisch erkennen

Dafür kann das kostenlose Picasa bei der Bild­archi­vierung mit Kauf­programmen durch­aus mithalten. So bietet das Google-Programm zum Beispiel eine auto­matische Gesichts­erkennung. Die haben sonst nur die Programme von Adobe und Magix – jeweils zum Preis von 89 Euro. Die meisten anderen ermöglichen immerhin, Bilder von Hand mit Stich­wortetiketten zu versehen. Insgesamt bietet Testsieger Adobe Photo­shop Elements die umfang­reichsten Archi­vierungs- und Präsentations­möglich­keiten. Beispiel: Nutzer können mit dem Adobe-Programm auch Fotoalben im druck­tauglichen PDF-Format erstellen. Das geht sonst nur mit Corel Paint Shop und Zoner Photo Studio Professional. Die kostenlosen reinen Bild­bearbeitungs­programme Gimp und Paint.net bieten keinerlei Funk­tionen zur Archi­vierung und Präsentation.

ACDSee spart Ressourcen

Anspruchs­volle Sortier- und Bearbeitungs­funk­tionen stellen oft recht hohe Anforderungen an den Computer. Besonders die Programme von Adobe, Corel und Magix brauchen viel Speicher und relativ schnelle Prozessoren. Für betagtere PCs ist das ressourcensparendere ACDSee besser geeignet.

Gratis­programme sparen Geld

Wer kein Geld ausgeben will, findet die beste kostenlose Komplett­lösung in der Gratis-Version von Zoner Photo Studio. Zweite Variante: Er kombiniert Google Picasa für die Archi­vierung und die schnelle Bild­optimierung mit Gimp für aufwendigere manuelle Eingriffe. Diese kostenlosen Lösungen erreichen zwar nicht die Qualität und Vielseitig­keit der besten Kauf­pakete, für Gelegen­heits­nutzer reichen sie in der Regel aber allemal aus.

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