Nicht jedes Foto gelingt perfekt: Schiefer Horizont, falsche Belichtung, rote Augen. Nachbessern ist angesagt. Oder: Wie finde ich unter Tausenden Fotos der Hochzeits-DVD die, auf denen beide Brautleute zu sehen sind? Bildbearbeitungspakete versprechen Lösungen. Im Test: kostenpflichtige und Gratisprogramme.
Bildbearbeitungssoftware 2/2011
- Gimp 2.6.11
- Paint.net 3.5.6
- ACD Systems ACDSee Pro 3
- Adobe Photoshop Elements 9
- Computerinsel PhotoLine Version 16
- Corel PaintShop Photo Pro X3 Ultimate
- Google Picasa 3.8
- Magix Foto Premium 10
- Serif PhotoPlus X4
- Zoner Photo Studio 12 Free
- Zoner Photo Studio 12 Professional
Automatik: Bilder optimieren mit einem Klick
Wer Bildbearbeitung nicht als Hobby betreibt, ist dankbar, wenn die Software ihm möglichst viel abnimmt, die Bilder also automatisch optimiert. Im Test hier am besten: Photoshop Elements. Aber auch die automatische Optimierung von ACDSee, Corel Paint Shop Photo Pro, Magix Foto Premium und Zoner Photo Studio Pro sowie die der kostenlosen Programme Google Picasa und Zoner Photo Studio Free liefert gute Ergebnisse auf einen Klick. Anders das quelloffene Programm Gimp: Das Ergebnis der vollautomatischen Bildoptimierung erinnert hier zuweilen eher unfreiwillig an expressionistische Farbenspiele.
Manuelle Bearbeitung: von üppig bis rudimentär
Wenn das Ergebnis der Auto-Optimierung nicht überzeugt oder komplexere Bildveränderungen anstehen, muss der Fotofreund die Bilder manuell bearbeiten. Das klappt am besten mit Photoshop Elements, Corel Paint Shop Photo Pro und Zoner Photo Studio Professional. Bei Google Picasa sind die Möglichkeiten zur manuellen Bildbearbeitung dagegen nur sehr rudimentär. Einzige Ausnahme: Picasa bietet die beste Funktion zum Entfernen roter Augen bei Blitzlichtaufnahmen.
Gesichter automatisch erkennen
Dafür kann das kostenlose Picasa bei der Bildarchivierung mit Kaufprogrammen durchaus mithalten. So bietet das Google-Programm zum Beispiel eine automatische Gesichtserkennung. Die haben sonst nur die Programme von Adobe und Magix – jeweils zum Preis von 89 Euro. Die meisten anderen ermöglichen immerhin, Bilder von Hand mit Stichwortetiketten zu versehen. Insgesamt bietet Testsieger Adobe Photoshop Elements die umfangreichsten Archivierungs- und Präsentationsmöglichkeiten. Beispiel: Nutzer können mit dem Adobe-Programm auch Fotoalben im drucktauglichen PDF-Format erstellen. Das geht sonst nur mit Corel Paint Shop und Zoner Photo Studio Professional. Die kostenlosen reinen Bildbearbeitungsprogramme Gimp und Paint.net bieten keinerlei Funktionen zur Archivierung und Präsentation.
ACDSee spart Ressourcen
Anspruchsvolle Sortier- und Bearbeitungsfunktionen stellen oft recht hohe Anforderungen an den Computer. Besonders die Programme von Adobe, Corel und Magix brauchen viel Speicher und relativ schnelle Prozessoren. Für betagtere PCs ist das ressourcensparendere ACDSee besser geeignet.
Gratisprogramme sparen Geld
Wer kein Geld ausgeben will, findet die beste kostenlose Komplettlösung in der Gratis-Version von Zoner Photo Studio. Zweite Variante: Er kombiniert Google Picasa für die Archivierung und die schnelle Bildoptimierung mit Gimp für aufwendigere manuelle Eingriffe. Diese kostenlosen Lösungen erreichen zwar nicht die Qualität und Vielseitigkeit der besten Kaufpakete, für Gelegenheitsnutzer reichen sie in der Regel aber allemal aus.
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