02.12.2004

Bewerbungs-CDs im Test: Keine große Hilfe

Grobe Schnitzer im Anschreiben

Wer seine Bewerbungsunterlagen mithilfe einer CD erstellen lässt und dabei von einer gründlichen Nachbearbeitung absieht, wird bei potenziellen Arbeitgebern keine Chancen haben. Unser Beispiel zeigt den begrenzten Nutzen von Bewerbungs-CDs nur zu deutlich.

Unsere Testperson hat Anschreiben und Lebenslauf vom Testsieger Data Becker erstellen lassen, auf eigene Korrekturen aber verzichtet. Unsere Experten haben die Unterlagen gesichtet und zahlreiche Fehler gefunden. Bei der Bewertung wurde insbesondere auf Inhalt, sprachlichen Ausdruck, Form, Rechtschreibung und Grammatik geachtet.

Hoher Grad an Standardisierung

Das Ergebnis zeigt, dass die CDs dem Bewerber nur dann weiterhelfen, wenn er das produzierte Anschreiben noch einmal gründlich nachbereitet. Ins Auge fällt vor allem der hohe Grad an Standardisierung. Ein Beispiel: Im ersten Absatz des per CD produzierten Anschreibens heißt es, dass die angebotene Stelle „genau meinen Vorstellungen und Erwartungen“ entspreche. Und weiter: „Die erforderliche Qualifikation und Berufserfahrung bringe ich mit.“

Doch so ein Einstieg wird wohl kaum einen Personalverantwortlichen vom Hocker reißen. Besser beraten wäre der Bewerber, deutlich zu machen, auf welche Stelle genau er sich bewirbt, welchen Beruf er derzeit ausübt und auf welche Berufserfahrung er konkret verweisen kann. Die CDs können eben nur die Struktur des geplanten Bewerbungsschreibens vorgeben - für die fehlerfreie, sinnvolle und individuelle Ausgestaltung muss der Bewerber dann schon selber sorgen.

Das komplette Anschreiben mit einer detaillierten Fehlerliste Sie in der Pdf-Datei oben rechts, die den Artikel im Original abbildet.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: Die gröbsten Schnitzer im Lebenslauf

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