16.12.2004

Beschichtete Pfannen: Die Beste kostet 80 Euro

Beschichtete Pfannen Test

Sie sind die Tausendsassa der guten Küche: beschichtete Pfannen aus Alu, Aluguss oder Edelstahl. In diesen Pfannen brennt nichts an. Billigmodelle sind bereits unter 10 Euro zu haben, Markenware kostet bis zu 100 Euro. Im Test: 17 beschichtete Pfannen bis 30 Zentimeter Durchmesser. test.de zeigt die besten.

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Nichts brennt an

Ob Spiegelei, Bratkartoffeln, Fischfilet oder Steak: In einer beschichteten Pfanne gelingt fast alles. Praktisch ohne Fett. Die Beschichtung aus Polytetrafluorethylen (PTFE) machts möglich - darauf brennt nichts an. Das Material wurde ursprünglich für Kältetechnik und im Flugzeugbau eingesetzt. In der Küche ist es unter dem Markennamen Teflon bekannt. Teflon oder PTFE wird mit Spezialkleber auf Pfannenkörper aus Aluminium, Aluguss oder Edelstahl geklebt. Die Schicht bleibt bei Kälte und Hitze stabil: etwa im Bereich von minus 200 bis plus 250 Grad Celsius.

Keine Gefahr für die Gesundheit

PTFE ist gesundheitlich unbedenklich. Erst bei Temperaturen über 450 Grad Celsius entstehen giftige Abbauprodukte. Solche Temperaturen werden in der Küche aber nicht erreicht. Auch wenn die Beschichtung abplatzt und ins Essen gelangt, droht keine Gefahr. Die Säure im menschlichen Magen kann PTFE nichts anhaben. Der Körper scheidet es unverändert wieder aus.

Empfindlich gegen Kratzer

Schwachpunkt der beschichteten Pfannen – sie sind empfindlich. Die hauchdünne Beschichtung kann schnell zerkratzen. Messer, Gabeln und Pfannenwender aus Metall sind deshalb für beschichtete Pfannen tabu. Außerdem sollte die Pfanne nicht mit harten, kratzenden Schwämmen gereinigt werden. Besonders empfindlich ist die Beschichtung bei Temperaturen über 200 Grad. Die werden erreicht, wenn die Pfanne ohne Inhalt erhitzt wird und die Hitze nicht ableiten kann. Die Beschichtung verfärbt sich allmählich braun und blättert nach und nach ab.

Testsieger Fissler

Besonders haltbar ist die Beschichtung der Fissler Country. Die Stiftung Warentest malträtierte die Pfannen mit einem Gemisch aus Stahlkugeln, Wasser und dem Mineral Korund. Regelmäßiges Rütteln über 45 Minuten simulierte den harten Alltag über längere Zeit. Auch nach dem Abriebtest brennt in der Alugusspfanne Fissler Country nichts an. Testurteil: sehr gut für die Beschichtung und insgesamt gut für die Pfanne. Preis: 80 Euro. Viel billiger, aber ähnlich gut ist die Aluminiumbratpfanne von Tchibo. Wer die Billigpfanne im August ergattern konnte, hat ein Schnäppchen gemacht. Preis damals: 13 Euro. test-Qualitätsurteil: gut.

Gut ab 25 Euro

Ebenfalls gut und billig ist die Berndes Alu-Specials für 25 Euro. Diese Pfanne ist – anders als die Tchibo-Pfanne – dauerhaft im Angebot. Teurer und gut sind WMF Presto (Aluminium, 65 Euro) und die Silit Allegro (Aluguss, 60 Euro). Die beste Pfanne aus Edelstahl heißt WMF Komfort und kostet stolze 97 Euro. Mit einem Gewicht von 1,6 Kilo ist sie recht schwer. Das Bratergebnis hängt bei beschichteten Pfannen aber nicht vom Gewicht ab. Es ist vielmehr die Materialkombination, die über die Qualität entscheidet.

Bestes Bratergebnis

Die besten Brateigenschaften hat die Aluminiumpfanne Tefal Ambiance. Sie wiegt nur 900 Gramm, hat einen 3,02 Millimeter dünnen Boden und ist besonders schnell aufgeheizt. Braten: gut, Note 1,8. Zum Vergleich: Die schwerste Pfanne im Test – Gastrolux Nano – hat eine Bodenstärke von 8,16 Millimeter und wiegt stolze 1,8 Kilo. Doppelt so schwer, aber nicht doppelt so gut. Braten: gut, Note 2,5.

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