Gerade junge Leute haben die besten Chancen, sich günstig und zu besten Bedingungen gegen Berufsunfähigkeit abzusichern. Denn die meisten sind noch topfit. Ein guter Zeitpunkt ist der Beginn von Ausbildung oder Studium. Finanztest hat sich Tarife speziell für junge Leute genauer angesehen und sagt, was eine gute Police ausmacht.
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Keine Unterstützung vom Staat
Über die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit machen sich junge Menschen meist noch keine großen Gedanken. Doch gerade für sie ist es besonders wichtig: Werden sie während ihrer Ausbildung berufsunfähig, haben sie nicht einmal Anspruch auf die magere Erwerbsminderungsrente vom Staat. Und auch andere Versicherungen wie zum Beispiel eine Unfallversicherung sind kein vollwertiger Ersatz. Sie zahlt nur, wenn jemand aufgrund eines Unfalls invalide wird. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt dagegen auch dann eine Rente, wenn der Versicherte erkrankt und deshalb nicht mehr im zuletzt ausgeübten Beruf arbeiten kann. Bei Policen für Azubis und Studenten kann der Beruf auch die Ausbildung oder das Studium sein.
Früher Abschluss sichert günstige Tarife
Junge Leute haben dazu einen entscheidenden Vorteil: Die meisten sind noch topfit und bekommen daher günstige Tarife, wenn sie sich frühzeitig den Berufsunfähigkeitsschutz sichern. Denn je später jemand einen Vertrag abschließt, desto größer ist auch das Risiko, dass er schon Krankheiten wie ein Rückenleiden oder Allergien hat. Dann gibt es die Versicherung oft nur mit teuren Risikozuschlägen oder Ausschlüssen. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass die Versicherer Kunden ganz und gar ablehnen (siehe Test Berufsunfähigkeitsversicherung: Selten nach Wunsch aus Finanztest 07/2010). Der frühe Abschluss aber kann noch einen weiteren Vorteil haben: Oft zahlen junge Leute über die gesamte Laufzeit eines Vertrages nicht mehr – oder sogar weniger – als wenn sie zu einem späteren Zeitpunkt in den Vertrag eingestiegen wären. Das hat Finanztest in mehreren Beispielen errechnet.
Auf die Bedingungen achten
Ein guter Zeitpunkt für die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ist der Beginn der Ausbildung. Als Schüler macht die Absicherung dagegen häufig noch keinen Sinn. Denn oft gibt es dann erstmal nur einen Schutz gegen Erwerbsunfähigkeit, also wenn jemand überhaupt keinen Beruf mehr ausüben kann. Für Azubis und Studenten bieten viele Versicherer Tarife an. Doch nicht alle kommen infrage. Finanztest hat insgesamt 24 Angebote für diesen Personenkreis gefunden, die empfehlenswert sind. Denn noch wichtiger als der Preis sind bei Berufsunfähigkeitstarifen die Versicherungsbedingungen. Finanztest zeigt in der vollständigen Artikelversion, was gute Tarife ausmacht. Ein Beispiel, auf was beim Vertragsabschluss zu achten ist: der Verzicht auf die abstrakte Verweisung. Dann kann der Versicherer die Rente nicht verweigern, indem er den Kunden auf eine andere Tätigkeit verweist, die seiner Ausbildung und Erfahrung entspricht und in der er trotz seiner Invalidität theoretisch arbeiten könnte.
Preise vergleichen
Erst nach dem Check der Versicherungsbedingungen sollten junge Leute auf den Preis achten. Finanztest nennt in der vollständigen Artikelversion die Preise für zwei Modellkunden: 18-jährige Azubis für den Beruf Einzelhandelskaufmann und 20-jährige Studierende der Betriebswirtschaft. Da Frauen meist mehr zahlen müssen als Männer, sind die Preise jeweils für beide ausgewiesen. Es zeigt sich: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Angebot liegen bei allen Modellen immer mehrere hundert Euro – pro Jahr! Beispiel: Beim günstigsten Anbieter im Test müsste die Studentin jährlich 421 Euro zahlen, beim teuersten stolze 1 018 Euro. Der Azubi zahlt für das günstigste Angebot 378 Euro, für das teuerste 925 Euro. Mit einem Preisvergleich können Versicherte also mehrere hundert Euro Beitrag sparen.
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