25.10.2012

Auto­kinder­sitze: 202 Sitze im Test – Sicherheit für Ihr Kind

Im Crashtest getestet

Sicher oder nicht: Das ist einem Kinder­sitz nicht anzu­sehen. Die Stiftung Warentest testet die Sitze im Crashtest. Details lesen Sie hier.

Frontal­aufprall und Seiten­aufprall

Ob ein Kinder­sitz bei einem Unfall gut schützt, kann man ihm nicht ansehen. Die Stiftung Warentest führt deshalb Crashtests durch. Frontal­aufprall und Seiten­aufprall stehen auf dem Programm. Die Testbedingungen sind dabei für alle Kinder­sitze gleich. Bietet ein Kinder­sitz unterschiedliche Befestigungs­arten, zum Beispiel Isofix oder Drei­punkt­gurt, vorwärts- oder rück­wärts­gerichtet, mit oder ohne Basis, Rückenlehne mit Ruhepos­ition, dann führen die Tester eine entsprechende Anzahl von Crashtests für alle Varianten durch. Das gilt auch für unterschiedlich große Dummys zum Beispiel bei mitwachsenden Kinder­sitzen.

Aus Mangelhaft wird Gut

Die Testkarosse mit dem Kinder­sitz wird beim Front­aufprall auf 64 km/h beschleunigt. Dann prallt sie auf das Hindernis. Hoch­geschwindig­keits­kameras halten jede Bewegung fest: 1 000 Bilder pro Sekunde. Nicht immer geht die Sache gut. Der Kiddy Guardianfix Pro blieb im Test vom Juni 2012 nicht sicher an seinem Platz, wenn er ohne Isofix nur mit dem Auto­gurt befestigt wurde. Das Urteil: MANGELHAFT. Der neue Test im November bringt die Entwarnung: Im Nach­folgemodell Kiddy Guardianfix Pro 2 ist das Kind auch sicher unterwegs, wenn der Kinder­sitz nur mit dem Auto­gurt befestigt wird. Jetzt lautet das Urteil: GUT. Mit der zusätzlichen Isofixbe­festigung zählte der Kiddy Guardian Pro schon vorher zu den besten Sitzen im Test.

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Sicherheit nachgebessert

Auch andere Hersteller reagieren schnell, wenn ein Test der Stiftung Warentest Mängel aufdeckt, die zum Qualitäts­urteil MANGELHAFT führen. Die betroffenen Produkte verschwinden rasch aus den Regalen der Händler und werden oft durch Nach­folgemodelle ersetzt. Der aktuelle Test vom November 2012 beweist nicht nur im Fall Kiddy, dass schon kleine Änderungen zu deutlich besseren Noten führen können. Beim Graco Logico LX Comfort reicht der klare Hinweis in der Anleitung, dass der Sitzerhöher immer zusammen mit der Rückenlehne verwendet werden muss, für ein Qualitäts­urteil BEFRIEDIGEND. Bei den Graco-Modellen Logico L und Junior Maxi im Test vom Juni 2012 fehlte dieser Hinweis. Dafür gab es noch die Note MANGELHAFT. Auch der Peg Perego Viaggio Switchable erreicht ein BEFRIEDIGEND, während der Vorgänger Convertibile im Juni noch ein MANGELHAFT kassierte. Beim Front­aufprall lockerte sich die Höhen­verstellung der Kopf­stütze.

Sehr guter Unfall­schutz bei zwei Cybex-Modellen

Im aktuellen Testfeld 2012 schützen mehr als die Hälfte der Auto­kinder­sitze gut. Die Babyschale Cybex Aton 2, für Kinder bis 13 Kilogramm Körpergewicht und der Cybex Juno-Fix für Kinder von rund 1 bis 4 Jahren erreichen in der Unfall­sicherheit sogar die Bestnote SEHR GUT. Die Babyschale bietet mit der Isofixbasis und als angegurtete Schale gleichermaßen hohen Schutz.

Einem geht die Puste aus

Der leichte Easycarseat Inflatable ist aufblas­bar wie eine Luft­matratze und scheint damit ein idealer Auto­kinder­sitz für den Urlaub zu sein. Allerdings versagt er sowohl beim Front- als auch beim Seiten­aufprall. Der Unfall­schutz ist ganz klar mangelhaft. Für größere Kinder ist zudem die Rückenlehne zu nied­rig und die Schlaufe zur oberen Gurtführung erfüllt kaum ihren Zweck. Ein weiteres Manko: Parkt das Auto in der Sonne, entweicht Luft durch ein Über­druck­ventil. Kühlt der Sitz wieder ab, ist er nicht mehr ausreichend prall gefüllt.

Der Sitz raubt Platz

Klar, die Sicherheit geht immer vor. Doch manch ein guter Sitz ist so breit, dass auf der Rück­bank nur zwei neben­einander passen. Die zweite Reihe ist damit belegt. Für ein drittes Kind oder einen Erwachsenen bleibt nur noch der Beifahrersitz. Die Stiftung Warentest hat das Platz­angebot in verschiedenen Autos untersucht. Details finden Sie hier.
Autos und Kinder­sitze: Die besten Autos für Familien

Gemein­sam und interna­tional

Crashtests sind aufwendig und teuer. Deshalb arbeitet die Stiftung Warentest hier nicht allein. Sie testet Auto­kinder­sitze gemein­sam mit dem ADAC, dem österrei­chischen ÖAMTC und dem schweizer TCS sowie Verbraucherschützern aus Belgien, Dänemark, Frank­reich, England, Italien, Portugal, Schweden, Spanien und den Nieder­landen.

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Test Auto­kinder­sitze 25.10.2012
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