Im Crashtest getestet
Sicher oder nicht: Das ist einem Kindersitz nicht anzusehen. Die Stiftung Warentest testet die Sitze im Crashtest. Details lesen Sie hier.
Testergebnisse für Autokindersitze
Frontalaufprall und Seitenaufprall
Ob ein Kindersitz bei einem Unfall gut schützt, kann man ihm nicht ansehen. Die Stiftung Warentest führt deshalb Crashtests durch. Frontalaufprall und Seitenaufprall stehen auf dem Programm. Die Testbedingungen sind dabei für alle Kindersitze gleich. Bietet ein Kindersitz unterschiedliche Befestigungsarten, zum Beispiel Isofix oder Dreipunktgurt, vorwärts- oder rückwärtsgerichtet, mit oder ohne Basis, Rückenlehne mit Ruheposition, dann führen die Tester eine entsprechende Anzahl von Crashtests für alle Varianten durch. Das gilt auch für unterschiedlich große Dummys zum Beispiel bei mitwachsenden Kindersitzen.
Aus Mangelhaft wird Gut
Die Testkarosse mit dem Kindersitz wird beim Frontaufprall auf 64 km/h beschleunigt. Dann prallt sie auf das Hindernis. Hochgeschwindigkeitskameras halten jede Bewegung fest: 1 000 Bilder pro Sekunde. Nicht immer geht die Sache gut. Der Kiddy Guardianfix Pro blieb im Test vom Juni 2012 nicht sicher an seinem Platz, wenn er ohne Isofix nur mit dem Autogurt befestigt wurde. Das Urteil: MANGELHAFT. Der neue Test im November bringt die Entwarnung: Im Nachfolgemodell Kiddy Guardianfix Pro 2 ist das Kind auch sicher unterwegs, wenn der Kindersitz nur mit dem Autogurt befestigt wird. Jetzt lautet das Urteil: GUT. Mit der zusätzlichen Isofixbefestigung zählte der Kiddy Guardian Pro schon vorher zu den besten Sitzen im Test.
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Sicherheit nachgebessert
Auch andere Hersteller reagieren schnell, wenn ein Test der Stiftung Warentest Mängel aufdeckt, die zum Qualitätsurteil MANGELHAFT führen. Die betroffenen Produkte verschwinden rasch aus den Regalen der Händler und werden oft durch Nachfolgemodelle ersetzt. Der aktuelle Test vom November 2012 beweist nicht nur im Fall Kiddy, dass schon kleine Änderungen zu deutlich besseren Noten führen können. Beim Graco Logico LX Comfort reicht der klare Hinweis in der Anleitung, dass der Sitzerhöher immer zusammen mit der Rückenlehne verwendet werden muss, für ein Qualitätsurteil BEFRIEDIGEND. Bei den Graco-Modellen Logico L und Junior Maxi im Test vom Juni 2012 fehlte dieser Hinweis. Dafür gab es noch die Note MANGELHAFT. Auch der Peg Perego Viaggio Switchable erreicht ein BEFRIEDIGEND, während der Vorgänger Convertibile im Juni noch ein MANGELHAFT kassierte. Beim Frontaufprall lockerte sich die Höhenverstellung der Kopfstütze.
Sehr guter Unfallschutz bei zwei Cybex-Modellen
Im aktuellen Testfeld 2012 schützen mehr als die Hälfte der Autokindersitze gut. Die Babyschale Cybex Aton 2, für Kinder bis 13 Kilogramm Körpergewicht und der Cybex Juno-Fix für Kinder von rund 1 bis 4 Jahren erreichen in der Unfallsicherheit sogar die Bestnote SEHR GUT. Die Babyschale bietet mit der Isofixbasis und als angegurtete Schale gleichermaßen hohen Schutz.
Einem geht die Puste aus
Der leichte Easycarseat Inflatable ist aufblasbar wie eine Luftmatratze und scheint damit ein idealer Autokindersitz für den Urlaub zu sein. Allerdings versagt er sowohl beim Front- als auch beim Seitenaufprall. Der Unfallschutz ist ganz klar mangelhaft. Für größere Kinder ist zudem die Rückenlehne zu niedrig und die Schlaufe zur oberen Gurtführung erfüllt kaum ihren Zweck. Ein weiteres Manko: Parkt das Auto in der Sonne, entweicht Luft durch ein Überdruckventil. Kühlt der Sitz wieder ab, ist er nicht mehr ausreichend prall gefüllt.
Der Sitz raubt Platz
Klar, die Sicherheit geht immer vor. Doch manch ein guter Sitz ist so breit, dass auf der Rückbank nur zwei nebeneinander passen. Die zweite Reihe ist damit belegt. Für ein drittes Kind oder einen Erwachsenen bleibt nur noch der Beifahrersitz. Die Stiftung Warentest hat das Platzangebot in verschiedenen Autos untersucht. Details finden Sie hier.
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Gemeinsam und international
Crashtests sind aufwendig und teuer. Deshalb arbeitet die Stiftung Warentest hier nicht allein. Sie testet Autokindersitze gemeinsam mit dem ADAC, dem österreichischen ÖAMTC und dem schweizer TCS sowie Verbraucherschützern aus Belgien, Dänemark, Frankreich, England, Italien, Portugal, Schweden, Spanien und den Niederlanden.
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