24.02.2005

Ausbildung: Sparen für die Kinder

Ratensparen: Der Klassiker

Banksparen ist der Klassiker. Es ist einfach, der Sparer braucht sich um nichts zu kümmern. Doch die in Aussicht gestellten Renditen sind häufig sehr bescheiden: Schwache Anbieter bleiben unter 2 Prozent. In der letzten Untersuchung von Finanztest (9/04, Banksparpläne) lagen die besten Renditen zwischen 3,5 und 4,4 Prozent. Bei einer monatlichen Sparrate von 100 Euro würde das nach 18 Jahren 29 954 Euro beziehungsweise 32 685 Euro bringen.

Zins: Der Grundzins ist meist niedrig. Er wird durch Prämien, Zuschläge oder Boni attraktiver, die teils jährlich, teils am Vertragsende aufs Konto fließen. Bei festem Zins weiß der Sparer genau, was er am Ende erhält. Häufiger sind jedoch veränderli­che Zinsen. Da kann die Bank den Satz jederzeit ändern. Senkt sie ihn und kündigt der Sparer dann, schaut er in die Röhre, denn ihm entgehen Prämie oder Bonus.

Urteil: Zwar entschied der Bundesge­richtshof im vergangenen Jahr, dass im Vertrag eine Bezugsgröße stehen muss – etwa die Um­laufrendite oder der Dreimo­natssatz am Geldmarkt – und die Bank den Änderungen dieses Basiszinses folgen muss. Doch viele haben auf das Urteil noch nicht reagiert.

Tipps: Gern werben Banken mit hohen Prämien und Boni. Lassen Sie sich nicht blenden. So kann ein 50-Prozent-Bonus einfach nur für den Zins gelten, der dadurch zum Beispiel lediglich von 2 auf 3 Prozent steigen würde. Fragen Sie auch, ob Sie verlustfrei vorzeitig kündigen oder die Raten verändern dürfen.

Vergleich: Wegen der verschiedenen Bonussysteme ist ein Renditevergleich schwierig. Lassen Sie sich von der Bank ausrechnen, wie viel sie am Ende auszahlen würde. Um bei variablem Zins vergleichen zu können, unterstellen Sie einfach, dass es beim aktuellen Zinssatz bleibt. Oder Sie nutzen unseren kostenlosen Renditerechner. Besonders attraktiv waren bei der letzten Finanztest-Untersuchung (12/04) die Sparpläne der Volkswagen Bank direct.

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