21.02.2013

Aschewolke: Air­lines müssen zahlen

Flug­gäste, die im Früh­jahr 2010 wegen der Aschewolke aus dem islän­dischen Vulkan Eyjafjallajökull an verschiedenen Orten Europas tage­lang fest­saßen, haben Anspruch auf Ersatz zusätzlicher Hotel- und Verpflegungs­kosten. Ein Natur­ereignis entbindet Air­lines nicht von der Pflicht, ihre Flug­gäste zu betreuen, urteilte der Europäische Gerichts­hof (Az. C-12/11). Sie müssen aber keine Entschädigung dafür zahlen, dass sie Flüge gestrichen haben. Die Entschädigungs­pauschalen nach der EU-Flug­gast­rechte­ver­ordnung (250 bis 600 Euro) entfallen, wenn ein außergewöhnlicher Umstand wie die Aschewolke Grund der Annullierung war. Kunden, denen durch die Aschewolke Kosten für Unterkunft und Verpflegung entstanden sind, können diese noch geltend machen. Die Ansprüche verjähren erst Ende 2013. Die Betreuungs­pflicht der EU-Flug­gast­rechte­ver­ordnung gilt für Flüge von einem EU-Flughafen aus. Liegt der Abflughafen außer­halb, gilt sie nur, wenn der Lande­platz in der EU liegt und die Flug­linie ihren Sitz in der EU hat.

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