23.09.2004

Arzneimittel: Parade der Preiswerten

Wirkstoff-ABC: Was zu beachten ist

Alle Präparate sind zwar geeignet, aber nicht unter allen Umständen.

  • Azetylsalizylsäure (ASS): Nicht bei Kindern unter zwölf Jahren mit Virusinfektionen wie Grippe oder Windpocken. Kann ein Reye-Syndrom auslösen mit schweren Leber- und Hirnschäden. Schwangere: Gefahr von Blutungen.
  • Parazetamol: Stärkere Wirkung möglich bei gestörter Leberfunktion wie bei Alkohol­miss­brauch oder Leberentzündungen – eine sonst noch ungefährliche hohe Dosis kann zu Vergift­ungserscheinungen führen.
  • Hydrotalcit: Wenn die Nieren eingeschränkt arbeiten, nur nach Rücksprache mit einem Arzt.
  • Rehydratationslösung: Diabetes? Zu be­achten: Die Mittel enthalten Glukose.
  • Loperamid: Nicht länger als zwei Tage.
  • Bisacodyl: Nicht länger als zwei Wochen anwenden. Vor allem bei hohen Dosierungen kann es zum Verlust von Mineralsalzen (Elektro­lyten) kommen, der Darm wird noch träger.
  • Xylometazolin: Keinesfalls häufiger als dreimal täglich und höchstens fünf bis sieben Tage.
  • Clobutinol: Vorzugsweise abends und nur einnehmen, solange der Husten noch nicht „produktiv“ ist (mit Schleimbildung).
  • Atenolol + Chlortalidon: Die Kombination der Wirkstoffe bietet sich dann an, wenn eines der Mittel allein nicht genügt, den Blutdruck ausreichend zu senken.
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