App-Stores bieten Zusatzprogramme für Handys. Ballerspiel, Sprachführer, Wetterdienst – kaum ein Programm, das sich nicht in einem der vielen virtuellen Kaufläden besorgen ließe. Das App-Angebot ist riesig. Der aktuelle Test aber zeigt: Service und Datenschutz der App-Stores lassen durch die Bank zu wünschen übrig.
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App-Auswahl in den Stores ist riesig
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Mit drei, vier Klicks auf dem berührungsempfindlichen Bildschirm ist ein neues Programm aus dem integrierten App-Shop auf das Smartphone heruntergeladen. Die Auswahl ist riesig: Einige Internetläden bieten nach eigenen Angaben mehr als 100 000 Apps an. Doch die Angebotsvielfalt spielte beim aktuellen Test von App-Stores keine Rolle. Die Tester wollten vielmehr wissen, wie einfach das Einkaufen der Apps funktioniert und wie informativ die Webseiten sind. Zudem haben sie die allgemeinen Geschäftsbedingungen der App-Stores juristisch begutachtet.
Apples App Store nur auf Platz 3
Das Ergebnis ist enttäuschend: Bei den meisten App-Stores ist die Kundeninformationen unbefriedigend, genauso wie der Umgang der Shops mit Nutzerdaten. Auch der Einkaufsvorgang selbst lässt oft Wünsche offen. So reichte es zum Beispiel beim prominenten App Store von Apple nur zu einem „Ausreichend“ und damit zum dritten Platz im Test. Ihn werteten die Tester wegen deutlicher Mängel im Kleingedruckten um eine halbe Note ab. Nur zwei App-Stores – darunter der Android Market von Google – erreichten ein „Befriedigend“, fünf nur ein „Ausreichend“, drei bekamen sogar nur ein „Mangelhaft“.
Bei Problemen und Beschwerden sind Kunden allein
Apples App Store ist nicht der einzige, bei dem die Tester unzulässige Klauseln und schwammig formulierte Datenschutzerklärungen fanden. Insgesamt wurden aus diesem Grund vier der zehn getesteten Stores abgewertet. Die Hälfte der App-Stores bieten zudem kein ordnungsgemäßes Impressum mit vollständigen Anbieterinformationen an übersichtlicher Stelle. Ein wichtiges Kriterium: Kunden mit Problemen beim Einkauf oder Beschwerden haben dann keine Möglichkeit, auf einfachem Wege Kontakt mit ihrem Vertragspartner aufzunehmen.
Nur wenige Stores warnen vor Datenfallen
Datenschützer warnen davor, dass App-Stores oder die App-Entwickler über zahlreiche Apps Zugriff auf private Daten der Käufer haben – wie beispielsweise das persönliche Adressbuch im Telefon. Doch nur die App-Stores Windows Phone Marketplace, Android Market und Androidpit bemühen sich hier um etwas Transparenz und informieren Kunden darüber, auf welche Telefonfunktionen und damit auf welche Daten ihre Apps zugreifen. Die anderen Stores lassen ihre Nutzer darüber im Unklaren.
10 App-Stores auf dem Prüfstand
Häufig sind Smartphones an bestimmte App-Shops gebunden. So kaufen iPhone-Nutzer stets bei Apples App-Store. Doch Betriebssysteme wie Android und Windows bieten hier mehr Möglichkeiten. Erstmals wurden vier unabhängige Anbieter von App-Stores geprüft, die Programme für Android, PalmOS, Symbian und Windows Mobile anbieten. Der aktuelle Test bietet einen Überblick über insgesamt 10 App-Stores mit detaillierten Qualitätsurteilen zur Komfortabilität des Einkaufs, zu Kundeninformationen und zum Umgang mit Nutzerdaten.
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