29.03.2005

Allergien: Damit die Tränen trocknen

Wie eine Allergie entsteht: Wenn Abwehrzellen Amok laufen

Zellen kämpfen gegen Stoffe, die die Gesundheit nicht bedrohen.

Überreaktion: Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsys­tems auf bestimmte Stoffe aus der Um­welt. „Überschießend“, weil die körpereigene Abwehr gegen Stoffe vorgeht, die – anders als Krankheitskeime – keine Bedrohung für die Gesundheit darstellen.

Antikörper: Die wichtigsten Mitspieler unseres Abwehrsystems sind verschie­dene Lymphozytenarten. Sie gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind in der Lage, Eindringlinge wie zum Beispiel Bakterien, Viren oder Allergene zu erkennen. Haben sie die identifiziert, produ­zieren sie die entsprechenden Antikörper, so genannte Immunglobuline, deren Fangarme zum Fremdstoff passen wie der Schlüssel ins Schloss.

Allergie: Von besonderer Bedeutung bei Allergien ist ein spezieller Antikörper, das Immunglobulin E (IgE). Allergien vom Soforttyp beruhen auf einer gesteigerten IgE-Ausschüttung. Im Schlepptau der IgE finden sich so genannte Mastzellen. In ihnen sind quasi Waffen des Abwehrsys­tems gespeichert, Histamine und andere Abwehrstoffe zum Beispiel. Trifft ein aus IgE und Mastzelle bestehender Abwehrtrupp auf ein als „feindlich“ eingestuftes Allergen, zerplatzt die Mastzelle, die Fracht ergießt sich ins Gewebe und löst allergische Reaktionen aus.

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