24.06.2010

Allergie-Beratungstelefon: Allergien vorbeugen

Allergie-Beratungstelefon Meldung
Logo: BMELV

Vorbeugen ist besser als behandeln. Das gilt auch für Allergien. Schon in der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren können Eltern einiges tun, um Allergierisiken ihres Kindes zu senken. Doch was hilft? Das Allergie-Beratungstelefon für werdende Eltern klärt auf - über Ernährung und Allergievorbeugung. test.de stellt das Angebot vor.

Netzwerk für junge Familien

Das Allergie-Beratungstelefon gehört zum Projekt „Gesund ins Leben - Netzwerk Junge Familien“ des Bundesernährungsministeriums (BMELV), das der aid infodienst koordiniert. Weitere Projektteilnehmer sind unter anderen der Deutsche Allergie- und Asthmabunds (DAAB) und das Präventions- und Informationsnetzwerk Allergie/ Asthma (pina). Ihre Experten betreuen das Beratungstelefon. Ziel des Projekts: Allergien bei Kindern möglichst zu verhindern und gesunde Ernährung in den Familien zu fördern. Eltern und diejenigen, die Kinder bekommen möchten, können einiges dafür tun - vor und während der Schwangerschaft sowie in den ersten Jahren nach der Geburt.

Was hilft

Grundsätzlich gilt: Auch wenn Eltern alles „richtig“ machen, es gibt keine Garantie dafür, dass ihr Kind allergiefrei bleibt. Vor allem dann, wenn die Familie erblich vorbelastet ist. Die Allergie-Experten weisen aber darauf hin, dass Eltern mit wenigen einfachen Maßnahmen das Allergie-Risiko für ihr Kind senken, den Ausbruch einer Allergie verzögern und damit einhergehende Beschwerden mildern können. Was hilft:

  • Verzicht aufs Rauchen: Rauchen gehört zu den größten Allergierisiken. Schwangere und stillende Mütter sollten gar nicht rauchen. Kinder sollten in einer rauchfreien Umgebung leben.
  • Gesunde Ernährung: Schwangere und stillende Mütter sollten sich ausgewogen und abwechslungsreich ernähren. Dabei können sie meist alles essen und trinken, was ihnen schmeckt und sie gut vertragen. Ausnahme: Alkohol. Am besten verzichten sie darauf während der Schwangerschaft und in der Stillzeit.
  • Stillen: Stillen hilft, Kinder vor Allergien zu schützen. Das belegen Studien. Wenn möglich, sollten Mütter ihr Kind die ersten vier bis sechs Lebensmonate ausschließlich stillen. Alternativ dazu können Eltern ihr allergiegefährdetes Baby mit hyperallergener Nahrung füttern.
  • Wohnräume: Die eigenen vier Wände sollten weitgehend schadstofffrei sein. Erst recht, wenn ein Baby da ist. Schimmel etwa sollten Eltern aus den Wohnräumen entfernen lassen. Er macht krank und kann Allergien auslösen. Tipp: Wer unsicher ist, ob sein Zuhause mit Schimmelpilzsporen belastet ist, erhält durch die Analyse Schimmel im Haus der Stiftung Warentest Klarheit.
  • Tiere: Nicht alle Haustiere gelten für allergiegefährdete Babys als problematisch, zum Beispiel Hunde. Nach Aussage der Experten ist es aber sicher, dass allergiegefährdete Säuglinge in einer Umgebung ohne Katzen besser aufgehoben sind.

Allergie-Beratung

Telefon: 0 18 05/05 22 51
Mo bis Fr 9.30 bis 12 Uhr
(14 Cent/Minute aus dem Festnetz der Deutschen Telekom;
maximal 42 Cent/Minute aus dem Mobilfunk)

Allergie-Infos bei test.de

Auch die Stiftung Warentest informiert ausführlich zum Thema Allergien:

Mit dem Special Allergien.

Mit dem Buch Allergien.

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