Ein Drucker gehört heute einfach zum Haushalt. Es gibt Tintenstrahl- und Laserdrucker. Multifunktionsdrucker dienen zusätzlich als Scanner und Kopierer – einige von ihnen senden und empfangen auch Faxe. Der Test zeigt große Unterschiede bei Qualität und Folgekosten. Im Produktfinder finden Sie 71 getestete Geräte. Neu im März-Update: 14 zusätzliche Tintenstrahldrucker.
Testergebnisse für Drucker
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Die Stiftung Warentest testet regelmäßig Drucker und Multifunktionsgeräte. Dieser Produktfinder stellt alle seit 2011 geprüften Geräte vor: Mit Fotos, Preisen, Testergebnissen und Ausstattungsmerkmalen. Hier finden Sie Ihr Modell. Alle Basisinformationen sind kostenlos. Nur für Testergebnisse müssen Sie bezahlen. Derzeit umfasst der Produktfinder insgesamt 71 Geräte. Hier geht es direkt zu den Ergebnistabellen Alle Drucker zeigen
14 neue Tintenstrahler im März-Update
Seit März neu im Produktfinder: 14 neue Tintendrucker, darunter 3 reine Drucker und 11 Drucker-Scanner-Kombigeräte. Für das März-Update haben wir das Prüfprogramm überarbeitet. So bewerten wir nun zum Beispiel die Druck-, Scan- und Kopiergeschwindigkeiten kritischer als zuvor. Auch haben wir die Bewertung des Stromverbrauchs teilweise verschärft. Und bei der Bewertung der Vielseitigkeit erhält nun der Druck von mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones ein größeres Gewicht. Damit sind die neuen Testergebnisse nicht direkt vergleichbar mit den älteren. In der Tabellenansicht erscheinen die Drucker darum nach Prüfprojekten getrennt: Zuerst kommen die nach dem neuen, dann die nach dem älteren Prüfprogramm getesteten. Es kann sich durchaus lohnen, in den Tabellen weiter nach unten zu scrollen, um auch die besten unter den nach dem älteren Programm geprüften Geräten zu sehen.
Gute Drucke, schlechte Drucke
Die erste Frage bei der Druckersuche lautet: Tinte oder Laser? Beide Techniken haben ihre Stärken und Schwächen alle mit Tintenstrahl, alle mit Laser. Laserdrucker arbeiten schneller und drucken besonders Text schärfer als Tintendrucker. Wer ohnehin nur schwarzweißen Text druckt, fährt daher am besten mit einem Schwarzweiß-Laser alle Schwarzweißlaser. Farblaser können auch farbige Grafiken und Fotos drucken – allerdings in sehr unterschiedlicher Qualität. Besonders Fotodrucke geraten Lasern oft wenig überzeugend. Einige wenige bekommen sie aber inzwischen überraschend gut hin. Trotzdem ist der Fotodruck noch immer die Stärke der Tintenstrahler: Die besten unter ihnen drucken Fotos viel brillanter, als es selbst die besten Laser schaffen.
Drucken für die Ewigkeit
Ein wichtiger Punkt ist auch die Licht- und Wasserbeständigkeit der Ausdrucke. Traditionell sind hier Tintendrucke empfindlicher als Laserdrucke: Sie verwischen leichter, wenn sie nass werden, und bleichen aus, wenn sie länger dem Tageslicht ausgesetzt werden. Aber immer mehr Tintenstrahler haben inzwischen beides sehr gut im Griff: Nach einer angemessenen Trocknungszeit können manche Drucke ähnlich wischfest und lichtecht sein wie typische Laserdrucke. Dafür zeigen sich im Test vereinzelt auch Laserdrucker, deren Farbdrucke mit der Zeit merklich verblassen. Wer Fotodrucke produzieren will, die er an die Wand hängen kann, ohne dass sie ausbleichen, sollte daher unbedingt auf die Testergebnisse in diesem Prüfpunkt achten.
Folgekosten für Tinte und Toner
Auch beim Thema Druckkosten geraten alte Gewissheiten über Tinten- und Laserdruck allmählich ins Wanken. Traditionell galt: Tintendrucker sind in der Anschaffung billig, dafür sind die Kosten für Tinte hoch – bei Lasern ist es umgekehrt. Doch so pauschal gilt das mittlerweile nicht mehr – zumindest nicht in dem von unseren Tests abgedeckten Marktsegment: Bei den vergleichsweise günstigen Geräten für Klein- und Heimbüros nähern sich die Druckosten für Tinte und Toner einander allmählich an. Im Produktfinder gibt es sogar etliche Tintendrucker, die besonders Fotos günstiger drucken als viele Farblaser. Innerhalb der jeweiligen Produktgruppen gilt allerdings immer noch die Faustregel: Tendenziell drucken billigere Drucker teurer, während teurere Drucker oft geringere Folgekosten haben. Wer sehr viel druckt, sollte daher bei der Druckerwahl unbedingt auch die Tinten- und Tonerkosten beachten.
Scannen mit und ohne Tiefenschärfe
Neben reinen Druckern finden sich im Produktfinder auch Multifunktionsgeräte. Diese haben zusätzlich einen Scanner. Der kann Bild- und Textvorlagen in einen angeschlossenen PC einlesen. Wie bei günstigeren Multifunktionsdruckern für kleine und Heimbüros („SOHO“, Small Office, Home Office) üblich, haben fast alle Geräte im Test einfache CIS-Scanner Glossar. Vorteil: Diese Technik ist relativ günstig. Nachteil: Sie erfasst nur solche Vorlagen scharf, die absolut flach auf der Scheibe des Scanners aufliegen. Mit einem teureren CCD-Scanner lassen sich aber auch wellige oder verknickte Vorlagen scharf abbilden. Hat ein CCD-Scanner zusätzlich eine sogenannte Durchlichteinheit, die transparente Vorlagen durchleuchtet, kann er auch Dias oder Negativfilme scannen. Doch egal ob CIS oder CCD: Unabhängig von der verwendeten Scanner-Technik zeigen sich im Test zum Teil erhebliche Qualitätsunterschiede.
Kopieren ist mehr als nur scannen und drucken
Drucker-Scanner-Kombigeräte können Vorlagen nicht nur in den Rechner einscannen, sondern auch ganz unabhängig vom PC direkt fotokopieren. Auch hier zeigt der Test erhebliche Qualitätsunterschiede. Einige Tintenstrahler kopieren inzwischen sogar Fotos in sehr guter Qualität. Andere Geräte schwächeln selbst bei einfachen Textkopien. Interessant: Nicht alle Kombidrucker, die gut drucken und gut scannen, können auch gut kopieren. Offenbar hängt die Qualität beim Kopieren nicht nur vom verbauten Druckwerk und Scanner ab, sondern auch von der internen Software der Geräte.
Faxen ohne Probleme
Besonders für Unternehmen und Selbstständige spielt auch das gute alte Fax immer noch eine wichtige Rolle: Es ist schneller als ein Brief und rechtssicherer als eine E-Mail Wann ein Fax sinnvoll ist. Erfreuliche Bilanz: Die Faxfunktionen funktionieren im Test allesamt weitgehend problemlos. Unterschiede gibt es eher im Detail. So ist die Eingabe von Rufnummern auf einem berührungsempflindlichen Bildschirm (Touchscreen) weniger komfortabel als auf den richtigen Nummern-Tastenfeldern der meisten anderen Faxgeräte. Nützlich: Alle Prüflinge mit Faxfunktion haben auch einen automatischen Vorlageneinzug. Damit können sie nacheinander einen ganzen Stapel von Vorlagen kopieren oder faxen, ohne dass der Nutzer eingreifen muss. Einen Nachteil haben aber speziell die Lasermultifunktionsgeräte. Um ständig empfangsbereit zu sein, verbrauchen sie relativ viel Strom.
Drucken und Scannen im Netzwerk
Etliche Geräte im Test sind netzwerkfähig: Statt direkt an einen PC können sie auch an einen Netzwerk-Router angeschlossen werden. Dann können alle Rechner im lokalen Netzwerk auf sie zugreifen – praktisch in Unternehmen, Familien und Wohngemeinschaften. Die Verbindung zum Router erfolgt entweder per Lan-Kabel oder drahtlos per WLan. Vorteil Lan: Die Verbindung ist schneller, sicherer und stabiler Lan-Drucker. Vorteil WLan: Die Funkverbindung erspart lästige Verkabelungsarbeiten WLan-Drucker. Manche Drucker haben beides.
Drucken von iOS und Android
Alle Geräte im Test bringen die nötigen Treiber für Windows-Rechner mit, die allermeisten auch für das Apple-PC-Betriebsystem Mac OS X. Doch immer mehr Nutzer haben auch ein Smartphone oder einen Tablet-Rechner mit einem mobilen Betriebssystem. Auf diesen Geräten funktioniert das Drucken nicht so wie vom Notebook oder Schreibtischrechner gewohnt Drucken von Tablet und Smartphone. Für die meisten netzwerkfähigen Drucker bieten die Anbieter spezielle Druck-Apps, zumindest für die beiden wichtigsten mobilen Betriebssysteme: Android von Google und iOS von Apple. Immer mehr neuere Netzwerkdrucker unterstützen auch Apples Airprint-Technik. Damit können Nutzer von iOS-Geräten wie iPhone oder iPad recht einfach von ihren Mobilgeräten drucken alle mit Airprint. Eine andere Lösung ist das Drucken übers Internet: Manche Netzwerkdrucker können zum Beispiel Druckaufträge per E-Mail empfangen. Der Druckauftrag läuft dann über einen Internetrechner (Server) des Druckeranbieters. Vorteil dieser Lösung: Sie funktioniert von jedem Rechner und Mobilgerät – unabhängig von Treibern und Betriebssystem alle mit Internetdruck.
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