25.03.2013

71 Drucker im Test: Drucken, scannen, kopieren, faxen

So testet die Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest bewertet Drucker und Drucker-Scanner-Kombigeräte je nach Funk­tions­umfang in bis zu acht Disziplinen: Bei allen Geräten werden Drucken, Tinten- oder Toner­kosten, Hand­habung, Vielseitig­keit und Umwelt­eigenschaften geprüft. Bei entsprechend ausgestatteten Geräten werden zudem Scannen, Kopieren und Fax bewertet. Die Noten in den Disziplinen werden Gruppen­urteile genannt. Je nach Funk­tions­umfang ergeben diese fünf bis acht Gruppen­urteile mit unterschiedlicher Gewichtung das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

Drucker und Drucker-Scanner-Kombis im Test

Die Geräte werden anonym im Handel einge­kauft. Weder Presse­muster noch Prototypen kommen in den Test.

Preise

Der Produktfinder zeigt Online-Preise ohne Versand­kosten. Die Preise ermittelt der Online­dienst idealo.de. Der Stand des Online­preises wird für jedes Produkt ange­zeigt.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass sich gravierende Mängel auch deutlich auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Wichtig sind Abwertungen immer dann, wenn die normale Gewichtung den Mangel nicht deutlich macht. Abwertungen sind in den Tabellen mit einem Stern­chen (*) gekenn­zeichnet. Die Stiftung Warentest wendet bei Druckern folgende Abwertungen an:

  • Drucken: Bei nur ausreichender Qualität der Farbseite oder mangelhafter Geschwindig­keit wird das Urteil fürs Drucken um eine halbe Note abge­wertet.
  • Scannen: Bei nur ausreichender Qualität der Farbseite oder mangelhafter Geschwindig­keit wird das Urteil fürs Scannen um eine halbe Note abge­wertet.
  • Kopieren: Bei nur ausreichender Qualität der Farbseite oder mangelhafter Geschwindig­keit wird das Urteil fürs Kopieren um eine halbe Note abge­wertet.
  • Hand­habung: Ab ausreichender Hand­habung kann das test-Qualitäts­urteil maximal eine Note besser sein. Ab ausreichendem Urteil für Patronenwechsel und Wartung wird die Hand­habung um eine halbe Note abge­wertet.
  • Umwelt­eigenschaften: Bei ausreichenden Umwelt­eigenschaften wird das test-Quali­täts­urteil um eine halbe Note abge­wertet. Ab ausreichendem Strom­verbrauch können die Umwelt­eigenschaften maximal eine halbe Note besser sein.

Grund­sätzliche Prüfkriterien

Alle Prüfungen werden an Computern mit dem Betriebs­system Microsoft Wind­ows 8 auf geeignetem Kopierer­papier oder vom Anbieter empfohlenem Spezial­papier durch­geführt. Sind spezielle Tinten oder Papiersorten für Farbfotos erhältlich, wird der Druck von Fotos und Grafiken mit diesen geprüft. Alle vergleichenden subjektiven Beur­teilungen erfolgen durch drei Experten.

Gewichtungen

Je nach Ausstattung haben die geprüften Drucker und Drucker-Scanner-Kombinationen unterschiedlich viele Gruppen­urteile, die jeweils mit unterschiedlicher Gewichtung ins Gesamt­urteil einfließen. So verteilen sich die Gewichtungen:

Drucker Drucker-Scanner-Kombis Drucker-Scanner-Kombis mit Fax
Drucken 45% 20% 20%
Scannen Entfällt 10% 10%
Kopieren Entfällt 15% 10%
Fax Entfällt Entfällt 5%
Tinten- oder Toner­kosten 20% 20% 20%
Hand­habung 15% 15% 15%
Vielseitig­keit 15% 15% 15%
Umwelt­eigenschaften 5% 5% 5%

Drucken

Qualität: Es wird die Druck­qualität beim Drucken von Text (Muster­text „Dr.-Grauert-Brief“ in Schwarz in Stan­dard­auflösung auf Normal­papier), von Farb­seiten (Excel-Tabelle mit Grafiken, Web-Seiten in Stan­dard­auflösung auf Normal­papier, Layout-Seite in hoher Auflösung auf Spezial­papier) und von Fotos (ganz­seitige Fotos in Farbe und in Grau­stufen in höchster Auflösung auf Fotopapier) bewertet. Beim Anfertigen der Drucke werden die von der mitgelieferten Druck­software für die jeweiligen Vorlagen­typen angebotenen Voreinstel­lungen verwendet.

Wasser- und Licht­beständig­keit: Zur Bewertung der Wasser­beständig­keit werden Drucke mit einem Text­marker verwischt und mit einem Wasser­tropfen benetzt und verschmiert. Zur Bewertung der Licht­beständig­keit werden die Farb­änderungen von Farb­drucken nach zehn­tägiger Bestrahlung mit Xenonlicht gemessen und subjektiv bewertet.

Geschwindig­keit: Beim Druck der oben angeführten Vorlagen wird auch die Druck­geschwindig­keit bewertet.

Scannen

Qualität: Beur­teilt wird die Qualität der Scans von Text (Dr.-Grauert-Brief in Schwarz in Stan­dard­auflösung auf Normal­papier), einer Farbseite (Zeit­schriftenseite) und einem Foto (A4-Porträt) mit den in der mitgelieferten Scansoftware jeweils für diese Vorlagen­typen gebotenen Voreinstel­lungen.

Tiefenschärfe: Es wird eine Uhr gescannt und bewertet, wieweit auch deren Ziffern­blatt und Armband scharf erscheinen.

Geschwindig­keit: Beim Scannen der oben angeführten Vorlagen wird auch die Scan­geschwindig­keit bewertet.

Kopieren

Qualität: Beur­teilt wird die Qualität beim Kopieren ohne ange­schlossenen Computer von Text (Dr.-Grauert-Brief in Schwarz in Stan­dard­auflösung auf Normal­papier), einer Farbseite (Zeit­schriftenseite) und einem Foto (A4-Porträt auf Fotopapier).

Geschwindig­keit: Beim Kopieren der oben angeführten Vorlagen wird auch die Kopier­geschwindig­keit bewertet.

Fax

Bewertet werden dabei die Qualität und Geschwindig­keit beim Senden und Empfangen von Faxen.

Tinten- oder Toner­kosten

Es werden jeweils mindestens zwei Tinten- beziehungs­weise Tonerfül­lungen mit Text (Dr.-Grauert-Brief, 1 280 Zeichen, Arial 12, Briefqualität), mit Farb­seiten (fünf­seitige Vorlage nach Iso 24712) und mit Fotos (zwei voll­ständig mit Fotos gefüllte DIN-A4-Seiten) verdruckt, um die jeweilige Seiten­reich­weite fest­zustellen. Anhand der Preise für Tinte oder Toner werden dann mit diesen Mess­werten die Kosten pro Seite für diese drei Arten von Drucken ermittelt und bewertet. Die Papier­kosten werden dabei nicht einbezogen.

Hand­habung

Gebrauchs­anleitung: Bewertet werden Inhalt, Über­sicht­lich­keit und Verständlich­keit der Anleitungen, die den Geräten gedruckt und auf Daten­trägern beiliegen, sowie Hilfe-Funk­tionen, die in die mitgelieferte Software integriert sind.

Inbetrieb­nahme: Bewertet wird der Aufwand beim Aufstellen und Anschließen der Geräte, beim Installieren von Treibern und beim Vornehmen der Grund­einstel­lungen.

Bedienung: Bewertet wird die allgemeine Bedienung beim Drucken, Scannen und Kopieren und beim Papier­wechsel. Auch die Anzeigen am Gerät oder im Treiber werden beur­teilt.

Patronenwechsel und Wartung: Bewertet werden der Wechsel von Tinten­patronen beziehungs­weise Tonerkartuschen und anderen Verschleiß­teilen, die Zugäng­lich­keit des Gerät­einneren zum Reinigen und das Beseitigen von Papiers­taus.

Vielseitig­keit

Bewertet werden Zusatz­funk­tionen und Eigenschaften wie Einzel­farb­tanks, Kapazität der auto­matischen Papier­zuführung, auto­matischer Vorlagen­einzug, randloser Druck, Duplex­druck, Druck auf CD, von Tablet und Smartphone (Android, iOS und Wind­ows Phone), Digitalkamera und Speicherkarte, Display, Anschluss­möglich­keiten und Netz­werk­funk­tionen sowie der Funk­tions­umfang der mitgelieferten Software und Treiber.

Umwelt­eigenschaften

Strom­verbrauch: Beur­teilt wird der Energieverbrauch für das Nutzungs­profil „drei Stunden ange­schaltet, fünf Seiten gedruckt, eine A4-Farbseite gescannt und kopiert; sonst mittels Haupt­schalter ausgeschaltet“. Bei Geräten mit Fax wird von einem Nutzer­profil ausgegangen, bei dem die Geräte ständig empfangs­bereit betrieben werden. Bei allen Geräten werden gegebenenfalls über­höhte Verbräuche im Leer­lauf und im ausgeschaltet Zustand negativ bewertet.

Geräusch: Das Geräusch beim Drucken, Scannen, Kopieren und im Leer­lauf wird beur­teilt.

Konstruktion und Verarbeitung: Unter anderem werden die Stabilität und Materialen des gesamten Geräts, insbesondere von beweglichen Teilen wie Klappen und Fächern beur­teilt. Auch das Verschmut­zungs­risiko zum Beispiel durch Toner­staub wird bewertet.

So bewertete die Stiftung Warentest vor 2013

Vor Prüfung der im März 2013 veröffent­lichten Drucker hat die Stiftung Warentest den Druckertest in einige Details über­arbeitet. Im Produktfinder sind die Drucker darum nach verschiedenen Test­projekten sortiert. Die Noten von Druckern aus unterschiedlichen Test­projekten sind nicht direkt miteinander vergleich­bar.

Das war im Test­projekt 2011 bis 2012 anders als im aktuellen Projekt 2013:

Bewertungen: In etlichen Prüf­punkten sind die Bewertungen der tech­nischen Entwick­lung entsprechend strenger geworden. So wurden zum Beispiel die Druck-, Scan- und Kopier­geschwindig­keiten, der Strom­verbrauch und die Vielseitig­keit vor 2013 weniger streng bewertet.

Vielseitig­keit: Drucken von Tablet und Smartphone wurden nicht bewertet. Auch wurde noch nicht erfasst, ob die Scan-Funk­tion von Multi­funk­tions­druckern auch mit leeren Tinten­patronen funk­tioniert.

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